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Maschinen- und Elektronikversicherung

Es hat nicht gebrannt, es ist kein Wasser gelaufen, niemand ist eingebrochen. Die Maschine ist einfach kaputt. Genau dann zahlt Ihre Sachversicherung nicht.

Die Lücke, die im Alltag am häufigsten trifft

Eine Sachversicherung ist auf benannte Gefahren gebaut: Feuer, Leitungswasser, Sturm, Hagel, Einbruch. Tritt eine davon ein, wird gezahlt.

Was sie nicht abdeckt, ist der bei Weitem häufigste Fall: Die Technik geht einfach kaputt.

  • Ein Lager läuft heiß, die Welle ist hin
  • Ein Mitarbeiter fährt die Maschine falsch an
  • Ein Kurzschluss zerstört die Steuerung
  • Ein Fremdkörper gerät in die Anlage
  • Eine Überspannung nach einem entfernten Blitzeinschlag legt die Elektronik lahm
  • Ein Konstruktions- oder Materialfehler zeigt sich nach zwei Jahren

In all diesen Fällen liegt kein Feuer und kein Wasser vor. Die Sachversicherung ist nicht zuständig, und der Hersteller auch nicht, wenn die Gewährleistung abgelaufen ist.

Dafür gibt es die Maschinenversicherung, für Geräte mit hohem Elektronikanteil die Elektronikversicherung. Beide arbeiten anders herum als die Sachversicherung: Sie decken alle Gefahren, außer den ausdrücklich ausgeschlossenen.

Der Schaden hinter dem Schaden

Die Reparatur ist meist nicht das Problem. Das Problem ist die Zeit.

Bei Sondermaschinen, medizinischer Technik oder älteren Anlagen sind Ersatzteile nicht auf Lager. Zwischen Diagnose, Bestellung, Lieferung und Einbau vergehen Wochen, manchmal Monate. In dieser Zeit steht ein Teil Ihres Betriebs.

Deshalb ist der wichtigere Baustein oft nicht die Maschinenversicherung selbst, sondern der Ertragsausfall dazu. Er ersetzt, was Ihnen entgeht, während gewartet wird.

Die Frage, die den Bedarf zeigt Welche einzelne Maschine würde Ihren Betrieb am stärksten treffen, wenn sie ausfällt? Fast jeder Betrieb hat so ein Gerät. Den einen Ofen, die eine Anlage, das eine Diagnosegerät, den einen Server. Die zweite Frage: Wie lange dauert es, bis Ersatz da ist? Wenn die Antwort mehr als zwei Wochen lautet, ist der Ertragsausfall wichtiger als der Sachschaden.
Was nicht versichert ist
  • Normale Abnutzung und Verschleiß
  • Alterung ohne äußere Einwirkung
  • Verschleißteile, die planmäßig getauscht werden
  • Schäden, für die noch Gewährleistung besteht
  • Vorsätzliche Beschädigung
Die Abgrenzung zwischen Verschleiß und Bruch ist im Einzelfall der häufigste Streitpunkt. Genau dort ist es hilfreich, jemanden zu haben, der die Bedingungen kennt.
Der Unterschied

Maschine oder Elektronik?

Die Trennung wirkt formal, hat aber praktische Folgen, vor allem beim Entschädigungswert.

Die Maschinenversicherung

Für stationäre und fahrbare Maschinen: Produktionsanlagen, Pressen, Öfen, Kompressoren, Aufzüge, Kälteanlagen, Bagger, Stapler.

Entschädigt wird bei Teilschäden meist die Reparatur, bei Totalschaden der Zeitwert. Das ist der Punkt, an dem es unangenehm werden kann: Bei einer zwölf Jahre alten Anlage kann der Zeitwert weit unter dem liegen, was eine Ersatzbeschaffung kostet.

Die Elektronikversicherung

Für Geräte, bei denen die Elektronik den Wert bestimmt: EDV und Server, medizinische Geräte, Mess- und Labortechnik, Kassensysteme, Steuerungen, Kommunikationstechnik.

Hier wird häufig zum Neuwert entschädigt, ohne Abzug für Alter. Das ist der wesentliche Vorteil und der Grund, warum die Zuordnung eines Geräts nicht nebensächlich ist.

Warum das für Sie zählt

Viele moderne Geräte sind beides: eine Maschine mit hohem Elektronikanteil. Ein Analysegerät, eine CNC-Maschine, ein Diagnosesystem.

Wie es eingeordnet wird, entscheidet im Schadenfall über die Entschädigung. Das gehört beim Abschluss geklärt, nicht danach.

Was wir mit Ihnen durchgehen
  • Welche Geräte sind erfasst, und stimmen die Werte noch?
  • Zeitwert oder Neuwert, je Gerät?
  • Gibt es einen Ertragsausfall, und passt die Haftzeit zu den Lieferzeiten?
  • Sind Software und Datenwiederherstellung enthalten?
  • Was gilt für Geräte, die transportiert werden?
  • Sind gemietete oder geleaste Geräte erfasst?
  • Ist Bedienungsfehler eingeschlossen?
Der letzte Punkt wird oft übersehen und ist im Alltag die häufigste Schadenursache. Menschen machen Fehler an Maschinen.
Aus der Praxis

Die typischen Lücken

Diese Punkte finden wir bei Betrieben mit technischer Ausstattung regelmäßig.

  • Es gibt eine Sachversicherung, aber keine Deckung für den technischen Defekt
  • Die Maschinenliste stammt von vor mehreren Anschaffungen
  • Der Ertragsausfall fehlt, obwohl der Betrieb an einzelnen Geräten hängt
  • Die Haftzeit passt nicht zu den tatsächlichen Lieferzeiten
  • Teure Elektronik läuft in der Maschinenversicherung zum Zeitwert
  • Datenwiederherstellung ist nicht enthalten, obwohl sie oft teurer ist als das Gerät
  • Bedienungsfehler ist ausgeschlossen
  • Mobile Geräte sind nur am Betriebsort versichert
  • Geleaste Maschinen sind nicht erfasst, obwohl der Leasingvertrag eine Deckung verlangt
  • Kühl- und Klimatechnik fehlt, obwohl an ihr die Ware hängt
Was Sie davon haben

Die Entscheidung fällt schneller

Wenn eine wichtige Maschine ausfällt, stehen Sie vor einer Frage, die Geld kostet, solange sie offen ist: reparieren oder ersetzen?

Ohne Deckung wird diese Frage zur Finanzierungsfrage. Man repariert, weil das Geld für eine Ersatzbeschaffung nicht da ist, auch wenn eine neue Maschine langfristig besser wäre. Oder man wartet, holt Angebote ein, spricht mit der Bank.

Mit Deckung entscheiden Sie nach technischen Gesichtspunkten und in Tagen statt in Wochen. Und der Ertragsausfall läuft in dieser Zeit weiter, sodass Sie nicht unter Druck die schnellste statt der besten Lösung wählen.

Das ist der eigentliche Wert: Sie behalten die Wahl.

Ein Hinweis zur Kalkulation Es lohnt sich selten, alles zu versichern. Bei einer Halle voller Maschinen würde das teuer, und viele Geräte lassen sich kurzfristig ersetzen oder umgehen. Sinnvoller ist die Konzentration auf die Engpassgeräte: die zwei oder drei Maschinen, ohne die nichts läuft. Dort dann aber mit ausreichender Summe und mit Ertragsausfall. Diese Auswahl treffen wir gemeinsam. Sie kennen Ihren Betrieb, wir kennen die Konstruktion.
Häufige Fragen

Was Betriebe uns fragen

Unsere Maschine ist kaputtgegangen. Zahlt die Betriebsversicherung?

Wenn kein Feuer, Wasser, Sturm oder Einbruch im Spiel war: nein. Die Sachversicherung deckt benannte Gefahren, nicht den technischen Defekt.

Dafür braucht es eine Maschinen- oder Elektronikversicherung. Diese arbeitet umgekehrt: Sie deckt alle Gefahren außer den ausdrücklich ausgeschlossenen, also auch Bedienungsfehler, Kurzschluss und Materialfehler.

Zeitwert oder Neuwert, worauf sollten wir achten?

Bei Maschinen wird im Totalschaden häufig der Zeitwert entschädigt, bei Elektronik oft der Neuwert ohne Abzug für Alter.

Das ist erheblich. Bei einer zwölf Jahre alten Anlage kann der Zeitwert weit unter dem liegen, was eine Ersatzbeschaffung kostet. Prüfen Sie deshalb, wie Ihre wichtigsten Geräte eingeordnet sind. Moderne Maschinen mit hohem Elektronikanteil lassen sich manchmal günstiger zuordnen, als es auf den ersten Blick scheint.

Lohnt sich das bei einem kleinen Betrieb?

Es kommt nicht auf die Betriebsgröße an, sondern auf die Abhängigkeit. Ein Betrieb mit fünf Mitarbeitern, bei dem alles an einer Maschine hängt, hat ein größeres Problem als ein Werk mit zehn gleichartigen Anlagen.

Deshalb versichern wir selten alles, sondern die Engpassgeräte. Das hält den Beitrag im Rahmen und deckt genau das ab, was wirklich weh tut.

Was ist mit unseren Daten, wenn ein Server ausfällt?

Die Wiederherstellung von Daten ist häufig teurer als die Hardware und muss ausdrücklich eingeschlossen sein.

Wichtig ist außerdem die Abgrenzung zur Cyberversicherung: Ein defekter Server ist ein Elektronikschaden, ein Verschlüsselungsangriff ist ein Cyberfall. Beide Verträge sollten aufeinander abgestimmt sein, damit im Ernstfall keine Lücke dazwischen entsteht.

Wir haben Maschinen geleast. Wer versichert die?

In aller Regel Sie als Leasingnehmer. Die meisten Leasingverträge verpflichten dazu, und zwar oft zu einer bestimmten Deckung.

Prüfen Sie, was Ihr Leasingvertrag verlangt, und ob Ihre Police das erfüllt. Häufig wird eine Sachversicherung abgeschlossen und angenommen, damit sei es erledigt. Ein Maschinenbruch ist damit aber nicht gedeckt, und der Leasinggeber hält sich trotzdem an Sie.

Wie lang sollte die Haftzeit beim Ertragsausfall sein?

So lang, wie die Ersatzbeschaffung realistisch dauert, plus einen Puffer.

Fragen Sie Ihren Techniker oder den Hersteller: Wie lange dauert es, ein Ersatzteil für die Steuerung zu bekommen? Wie lange bis zu einer neuen Maschine? Bei Sondermaschinen sind das schnell sechs Monate oder mehr. Rechnen Sie mit der echten Zahl, nicht mit einem Standardwert.

Welche Maschine würde Ihren Betrieb stoppen?

Wir gehen Ihre Technik durch und sagen Ihnen, wo eine Deckung fehlt. Kostenlos und unverbindlich.