Familienunternehmen in zweiter Generation, seit 1991 ★★★★★ 5,0 bei Google info@versicherungen-nms.de Kontakt

Was kostet eine Flottenversicherung?

Anders als bei privaten Verträgen zählt hier nicht der Schadenfreiheitsrabatt jedes Fahrzeugs, sondern die Schadenquote Ihres gesamten Fuhrparks. Das ändert alles an der Rechnung.

Die Schadenquote bestimmt alles

Bei einer Flotte wird nicht jedes Fahrzeug einzeln eingestuft. Der Versicherer sieht sich an, was Ihr Fuhrpark insgesamt an Schäden verursacht hat, und setzt das ins Verhältnis zu dem, was Sie an Beitrag gezahlt haben.

Dieses Verhältnis ist die Schadenquote, und sie entscheidet über Ihren Preis.

Liegt sie dauerhaft unter etwa 60 Prozent, sind Sie ein attraktives Risiko und können verhandeln. Liegt sie über 100 Prozent, zahlt der Versicherer mehr aus, als er einnimmt, und der Beitrag steigt oder der Vertrag wird gekündigt.

Warum das für Sie gut ist

Weil Sie es beeinflussen können. Bei einem privaten Vertrag hängt der Beitrag an Einstufungen, die Sie nicht ändern können. Bei einer Flotte hängt er an Ihrem eigenen Verhalten.

Wer seine Schadenquote senkt, sieht das im nächsten Jahr auf der Rechnung. Und zwar deutlich.

Größenordnungen

Grobe Erfahrungswerte für Vollkasko mit üblichen Selbstbehalten, je Fahrzeug und Jahr:

  • Pkw im Außendienst: etwa 700 bis 1.400 Euro
  • Transporter bis 3,5 Tonnen: etwa 900 bis 2.000 Euro
  • Lkw über 7,5 Tonnen: deutlich vierstellig, stark abhängig von Einsatzart und Radius
  • Anhänger und Auflieger: vergleichsweise günstig
  • Selbstfahrende Arbeitsmaschinen: eigene Kalkulation, oft überraschend günstig in der Haftpflicht

Bei einer schlechten Schadenquote können diese Werte sich verdoppeln. Bei einer guten liegen Sie am unteren Rand.

Ab wann lohnt ein Flottenvertrag? Die meisten Versicherer beginnen bei etwa zehn Fahrzeugen, manche schon bei drei bis fünf. Der Vorteil liegt aber nicht nur im Preis:
  • Ein Ansprechpartner statt vieler Einzelverträge
  • Zu- und Abgänge per Meldung, ohne neuen Antrag
  • Eine gemeinsame Abrechnung
  • Und eine Verhandlungsposition, die Sie einzeln nicht haben
Der zweite Punkt wird unterschätzt. Wer regelmäßig Fahrzeuge tauscht, spart vor allem Verwaltungsaufwand, und der kostet auch Geld.
Der eigentliche Hebel

Was Sie selbst beeinflussen können

Bei kaum einer anderen Sparte hat der Betrieb so viel Einfluss auf den Beitrag.

Kleinschäden selbst regulieren Jeder gemeldete Schaden geht in die Quote, unabhängig von der Höhe. Bei Bagatellen lohnt sich das Melden oft nicht.
Selbstbehalt erhöhen Der stärkste Einzelhebel. Wirkt doppelt, weil Kleinschäden dann ohnehin nicht gemeldet werden.
Fahrerunterweisung Ist ohnehin Pflicht und wird bei der Bewertung positiv gesehen, wenn sie dokumentiert ist.
Schadenschwerpunkte finden Meist verursacht ein kleiner Teil der Fahrer den größten Teil der Schäden. Das lässt sich auswerten.
Rangier- und Parkschäden Der häufigste Schadentyp im Fuhrpark. Kameras und Sensoren rechnen sich schneller als gedacht.
Telematik Bei einigen Versicherern beitragswirksam. Vorher mit dem Betriebsrat und dem Datenschutz klären.

Was in der Kalkulation oft fehlt

Ein Flottenvertrag deckt Haftpflicht und Kasko. Drei Dinge, die regelmäßig übersehen werden:

Die Ladung

Was Sie transportieren, ist über die Kfz-Versicherung nicht gedeckt. Weder eigene Ware noch Werkzeug noch Material.

Bei einem Handwerksbetrieb steckt in einem gut ausgestatteten Transporter schnell ein fünfstelliger Wert. Dafür braucht es eine Transport- oder Werkverkehrsdeckung.

Die Differenz bei Leasing

Bei einem Totalschaden zahlt die Kaskoversicherung den Zeitwert. Die Leasinggesellschaft verlangt aber die Restforderung, und die liegt in den ersten Jahren darüber.

Die Differenz zahlen Sie, wenn keine GAP-Deckung vereinbart ist. Bei geleasten Fahrzeugen sollte sie standardmäßig dabei sein.

Und die Arbeitsmaschinen

Bagger, Stapler, Radlader und Hubarbeitsbühnen brauchen eine eigene Betrachtung. In der Haftpflicht sind sie oft günstig, aber der Maschinenschaden ist über die Kfz-Versicherung nicht gedeckt.

Dafür ist eine Maschinenversicherung zuständig, und die Abgrenzung ist im Schadenfall regelmäßig strittig.

Wenn Ihr Vertrag gekündigt wurde

Das passiert bei schlechter Schadenquote, und es ist unangenehm, weil andere Versicherer die Vorgeschichte sehen.

Wichtig ist dann, wie die Anfrage aufbereitet wird. Wer nur die Schadenliste einreicht, bekommt Absagen. Wer zeigt, was seitdem geändert wurde, etwa höhere Selbstbehalte, Fahrerschulungen oder ausgetauschte Fahrzeuge, bekommt Angebote.

Mehr dazu unter Versicherer hat gekündigt.

Was wir mit Ihnen durchgehen
  • Wie hoch ist Ihre Schadenquote der letzten drei Jahre?
  • Woher kommen die Schäden, und von wem?
  • Passt der Selbstbehalt zu Ihrer Schadenstruktur?
  • Sind Ladung und Werkzeug abgesichert?
  • Ist bei Leasingfahrzeugen eine GAP-Deckung vereinbart?
  • Wie sind Arbeitsmaschinen eingeordnet?
  • Wie schnell laufen Ihre Schadenabwicklungen?
  • Was passiert bei Zu- und Abgängen?
Punkt zwei bringt am meisten. In fast jedem Fuhrpark, den wir analysiert haben, verursachte ein kleiner Teil der Fahrer den größten Teil der Schäden. Das ist keine Frage von Schuldzuweisung, sondern von Einsatzplanung und Schulung. Und es wirkt schneller auf den Beitrag als jede Verhandlung.
Häufige Fragen

Was Fuhrparkverantwortliche fragen

Ab wie vielen Fahrzeugen lohnt sich ein Flottenvertrag?

Die meisten Versicherer beginnen bei etwa zehn Fahrzeugen, einige schon bei drei bis fünf. Rein preislich lohnt es sich nicht immer sofort.

Der größere Vorteil liegt in der Verwaltung: ein Ansprechpartner, eine Abrechnung, Zu- und Abgänge per Meldung statt per Neuantrag. Wer regelmäßig Fahrzeuge tauscht, spart vor allem Zeit.

Was ist die Schadenquote und warum ist sie wichtig?

Sie setzt den Schadenaufwand ins Verhältnis zum gezahlten Beitrag. Unter etwa 60 Prozent sind Sie ein gutes Risiko, über 100 Prozent zahlt der Versicherer drauf.

Anders als bei privaten Verträgen gibt es keinen Schadenfreiheitsrabatt je Fahrzeug. Der gesamte Fuhrpark wird gemeinsam bewertet, und deshalb wirkt sich jede Verbesserung sofort aus.

Sollen wir kleine Schäden melden?

Häufig nicht. Jeder gemeldete Schaden fließt in die Quote, unabhängig von der Höhe. Ein Parkrempler für 600 Euro kann über die Quote mehr kosten, als er einbringt.

Wir rechnen mit Ihnen eine Schwelle aus, ab der sich das Melden lohnt. Und häufig ergibt sich daraus, dass ein höherer Selbstbehalt ohnehin die bessere Lösung ist.

Ist unser Werkzeug im Transporter mitversichert?

Über die Kfz-Versicherung nicht. Die deckt das Fahrzeug, nicht die Ladung. Weder Werkzeug noch Material noch Kundenware.

Dafür braucht es eine eigene Deckung. Achten Sie dabei auf die Bedingungen für Diebstahl aus dem Fahrzeug, denn viele Verträge verlangen bestimmte Sicherungen oder schränken den Schutz zur Nachtzeit ein.

Was ist eine GAP-Deckung?

Sie schließt die Lücke zwischen dem Zeitwert, den die Kasko bei Totalschaden zahlt, und der Restforderung des Leasinggebers.

In den ersten Jahren liegt diese Differenz häufig im vierstelligen Bereich, und ohne GAP zahlen Sie sie aus eigener Tasche. Bei geleasten Fahrzeugen sollte sie standardmäßig vereinbart sein.

Unser Vertrag wurde wegen Schäden gekündigt.

Das ist unangenehm, aber lösbar. Entscheidend ist, wie die Anfrage aufbereitet wird: Wer nur die Schadenliste einreicht, bekommt Absagen.

Wir stellen dar, was sich seitdem geändert hat, etwa höhere Selbstbehalte, Fahrerschulungen, ausgetauschte Fahrzeuge oder eine geänderte Einsatzplanung. Stellen Sie bis dahin keine weiteren Anträge auf eigene Faust.

Kennen Sie Ihre Schadenquote?

Wenn nicht, holen wir sie beim Versicherer und werten sie mit Ihnen aus.