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Mitarbeiter absichern und binden

Fachkräfte gehen selten wegen des Gehalts. Sie bleiben wegen dem, was darum herum passiert. Betriebliche Vorsorge ist eines der wenigen Angebote, das Ihre Mitarbeiter sofort verstehen und das Sie im Bewerbungsgespräch nennen können.

Warum das Thema gerade jetzt zählt

Der Fachkräftemangel gehört seit Jahren zu den größten Belastungen im Mittelstand. Gleichzeitig ist die Gehaltsschraube für viele Betriebe ausgereizt, weil Energie-, Material- und Lohnkosten ohnehin gleichzeitig steigen.

Betriebliche Vorsorge löst das Problem nicht allein, aber sie wirkt an einer Stelle, an der Geld ungewöhnlich viel Wirkung entfaltet. Ein Zuschuss von wenigen Euro im Monat kann für den Mitarbeiter einen Wert haben, den er privat nie zu diesen Konditionen bekäme.

Und noch etwas: Ein gut gemachtes Vorsorgepaket wirkt nur, wenn die Belegschaft es kennt und versteht. Genau daran scheitert es in der Praxis am häufigsten. Deshalb gehört die Kommunikation für uns zur Einrichtung dazu.

Was wir übernehmen
  • Auswahl des Durchführungswegs und des Anbieters
  • Verhandlung der Konditionen und Aufnahmebedingungen
  • Vertragsaufbau und Einrichtung im Betrieb
  • Information der Belegschaft, auf Wunsch als Termin vor Ort
  • Laufende Betreuung bei Ein- und Austritten
  • Jährliche Überprüfung des gesamten Bestands
Die Bausteine

Womit Arbeitgeber arbeiten können

Welche Kombination sinnvoll ist, hängt von Betriebsgröße, Altersstruktur, Fluktuation und Budget ab. Meist beginnt es mit einem Baustein und wächst.

Betriebliche Altersvorsorge Jeder Arbeitnehmer hat einen gesetzlichen Anspruch auf Entgeltumwandlung. Wandelt er um, sind Sie in aller Regel verpflichtet, einen Zuschuss zu leisten, soweit Sozialversicherungsbeiträge eingespart werden. Wer das gut aufsetzt, macht aus einer Pflicht ein Argument. Betriebliche Krankenversicherung Zusatzleistungen für die ganze Belegschaft, oft ohne Gesundheitsprüfung: Zahnersatz, Sehhilfen, Vorsorge, Facharzttermine, stationäre Zusatzleistungen. Der Baustein, der im Alltag am sichtbarsten ist, weil er tatsächlich genutzt wird. Gruppenunfallversicherung Absicherung rund um die Uhr, also auch in der Freizeit, wo die gesetzliche Unfallversicherung nicht greift. Gemessen an der Wirkung vergleichsweise günstig und schnell eingerichtet.
Absicherung von Schlüsselpersonen Was passiert, wenn der Produktionsleiter ein Jahr ausfällt oder ein Gesellschafter stirbt? Für den Betrieb ist das ein wirtschaftliches Risiko wie jedes andere und es lässt sich absichern.
Versorgungsordnung und Struktur Wer welche Zusage bekommt, unter welchen Bedingungen, ab wann. Eine klare Versorgungsordnung verhindert Einzelfallentscheidungen und spätere Streitigkeiten.
Bestehende Zusagen prüfen Direktzusagen aus früheren Jahren sind in vielen Betrieben nicht ausfinanziert. Spätestens bei Verkauf, Nachfolge oder Auflösung wird das zum Problem. Wir schauen uns an, was da eigentlich liegt.
Aus der Praxis

Wo es in Betrieben meistens hakt

Betriebliche Vorsorge scheitert selten am Produkt. Sie scheitert an Verwaltung, Kommunikation und daran, dass sich niemand zuständig fühlt.

  • Verträge bei fünf verschiedenen Anbietern, gewachsen über zwanzig Jahre, niemand hat den Überblick
  • Der gesetzliche Arbeitgeberzuschuss zur Entgeltumwandlung wurde nie oder falsch umgesetzt
  • Neue Mitarbeiter erfahren gar nicht, dass es ein Angebot gibt
  • Bei Austritten bleiben Verträge liegen, weil niemand sie abwickelt
  • Direktzusagen mit erheblichen Deckungslücken, die in der Bilanz stehen
  • Die betriebliche Krankenversicherung läuft, aber niemand nutzt sie, weil sie nie erklärt wurde
  • Steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Behandlung wurde nie mit dem Steuerberater abgestimmt

Hinweis: Steuerliche und sozialversicherungsrechtliche Fragen stimmen wir immer mit Ihrem Steuerberater ab. Wir beraten zur Absicherung, nicht zur Steuer.

Häufige Fragen

Was Arbeitgeber uns dazu fragen

Ab wie vielen Mitarbeitern lohnt sich betriebliche Vorsorge?

Die Pflicht zur Entgeltumwandlung gilt unabhängig von der Betriebsgröße, also ab dem ersten Arbeitnehmer. Für eine betriebliche Krankenversicherung als Kollektivlösung verlangen die meisten Anbieter eine Mindestzahl teilnehmender Mitarbeiter, die je nach Gesellschaft unterschiedlich ausfällt.

Praktisch beobachten wir: Ab etwa zehn bis fünfzehn Mitarbeitern lohnt sich ein strukturiertes Konzept, weil dann auch die Verwaltung ins Gewicht fällt.

Was kostet uns eine betriebliche Krankenversicherung?

Das hängt vom Leistungsumfang, der Altersstruktur und der Zahl der Mitarbeiter ab. Es gibt Konzepte im niedrigen zweistelligen Bereich pro Mitarbeiter und Monat und solche, die deutlich darüber liegen.

Wichtiger als der reine Beitrag ist die Frage, ob die enthaltenen Leistungen zu Ihrer Belegschaft passen. Ein Budgettarif, den niemand nutzt, ist teuer, auch wenn er wenig kostet.

Müssen wir einen Zuschuss zur Entgeltumwandlung zahlen?

Wenn Ihre Mitarbeiter Entgelt umwandeln und Sie dadurch Sozialversicherungs beiträge einsparen, sind Sie grundsätzlich verpflichtet, einen Zuschuss weiterzugeben. Die gesetzliche Regelung dazu findet sich im Betriebsrentengesetz.

Ob und in welcher Höhe das im Einzelfall gilt, hängt unter anderem vom Durchführungsweg und von tarifvertraglichen Regelungen ab. Wir schauen uns das gemeinsam mit Ihrem Steuerberater an.

Was passiert, wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt?

Das hängt vom Durchführungsweg und von der Ausgestaltung der Zusage ab. In vielen Fällen kann der Mitarbeiter den Vertrag privat fortführen oder ihn zum neuen Arbeitgeber mitnehmen.

Wichtig ist, dass diese Fälle sauber abgewickelt werden. Genau hier bleibt in vielen Betrieben etwas liegen. Bei uns läuft das über die laufende Betreuung mit.

Wir haben schon Verträge, aber niemand blickt durch. Können Sie das ordnen?

Ja, das ist einer der häufigsten Ausgangspunkte. Wir sichten den vorhandenen Bestand, ordnen ihn nach Durchführungswegen und Anbietern, prüfen die Zusagen und legen Ihnen eine Struktur vor.

Diese Arbeit erbringen wir für unsere Mandanten, also nach Erteilung des Maklerauftrags. Im Erstgespräch sagen wir Ihnen aber vorher, was Sie ungefähr erwartet.

Bringt das im Recruiting wirklich etwas?

Nur, wenn Sie es nennen. Viele Betriebe haben gute Leistungen und schreiben sie nirgends hin. In der Stellenanzeige, im Bewerbungsgespräch und in der Einarbeitung gehört das an eine sichtbare Stelle.

Unsere Erfahrung ist: Eine betriebliche Krankenversicherung wirkt im Gespräch stärker als eine Altersvorsorge, weil der Nutzen sofort greifbar ist. Am besten wirken beide zusammen.

Der nächste Schritt

Schauen wir uns Ihre Belegschaft an

Im Erstgespräch klären wir, was bei Ihnen bereits läuft, wo Pflichten offen sind und welcher Baustein für Ihren Betrieb der sinnvollste Einstieg wäre.