Versicherung für Metallbau und Schlosserei
Ein Geländer kostet ein paar tausend Euro. Was passiert, wenn es nachgibt, während jemand sich darauf stützt, hat mit dieser Zahl nichts mehr zu tun.
Sie bauen Teile, die Menschen halten müssen
Geländer, Balkonbrüstungen, Treppen, Vordächer, Absturzsicherungen, Befestigungen.
Das unterscheidet Ihr Gewerk von vielen anderen: Wenn Ihr Werk versagt, entsteht in aller Regel ein Personenschaden, nicht nur ein Sachschaden.
Und ein Personenschaden mit dauerhafter Folge bewegt sich in Größenordnungen, für die eine gewöhnliche Handwerkerdeckung nicht gebaut ist. Behandlung, Reha, Verdienstausfall und Rentenzahlungen über Jahrzehnte summieren sich schnell in den Millionenbereich.
Ihre Deckungssumme sollte sich deshalb an diesem Fall orientieren, nicht an Ihrem durchschnittlichen Auftragswert.
Und die Verantwortung reicht weiter als die Fertigung
Bei tragenden und sichernden Bauteilen geht es nicht nur um saubere Schweißnähte. Es geht um Bemessung, um Befestigung im Untergrund und um die Frage, ob das Bauteil für seinen Einsatzzweck geeignet ist.
Der häufigste Streitpunkt ist dabei nicht das Bauteil selbst, sondern die Verankerung. Ein Geländer ist so gut wie der Untergrund, in dem es steckt. Wer in einen Beton bohrt, dessen Festigkeit er nicht kennt, übernimmt ein Risiko.
Halten Sie fest, welche Angaben Ihnen zum Untergrund vorlagen und welche Dübel oder Anker Sie verwendet haben. Das ist im Streitfall die entscheidende Dokumentation.
Was in Ihre Police gehört
Tore und automatische Anlagen
Wer Tore, Schranken oder automatische Türen baut oder wartet, hat ein zusätzliches Thema: Klemm- und Quetschgefahr.
Diese Anlagen bewegen erhebliche Massen, oft dort, wo Menschen unterwegs sind. Wenn eine Sicherheitseinrichtung nicht funktioniert, entsteht ein Personenschaden.
Zwei Punkte werden dabei geprüft:
Die Ausführung. Sind die erforderlichen Sicherheitseinrichtungen vorhanden und richtig eingestellt?
Die Prüfung. Solche Anlagen unterliegen wiederkehrenden Prüfungen. Wenn Sie diese übernehmen, übernehmen Sie auch die Verantwortung für das Ergebnis.
Halten Sie im Vertrag fest, was Sie schulden. Wer wartet, schuldet nicht automatisch die Betreiberpflichten insgesamt, und die Abgrenzung sollte schriftlich stehen.
Was Ihre Position im Schadenfall bestimmt
Nachweise zur Bemessung. Bei tragenden und sichernden Bauteilen die Frage, worauf die Ausführung beruhte. Wenn eine Statik oder eine Vorgabe des Planers vorlag, gehört sie zur Akte.
Dokumentierte Feuerarbeiten. Erlaubnisschein, Brandwache, Nachkontrolle. Ohne diese Unterlagen wird es nach einem Brand schwierig.
Angaben zum Untergrund. Was wurde Ihnen gesagt, was haben Sie vorgefunden, welche Befestigung haben Sie gewählt.
Und die Abnahme. Eine dokumentierte Übergabe schließt die Frage ab, in welchem Zustand Sie das Werk hinterlassen haben. Was danach jemand verändert, ist nicht mehr Ihre Sache.
- Passt die Summe zu einem Personenschaden mit Dauerfolge?
- Sind Feuerarbeiten erfasst, und unter welchen Voraussetzungen?
- Sind Tätigkeitsschäden bei der Montage eingeschlossen?
- Ist die Produkthaftung mit Aus- und Einbaukosten geregelt?
- Wie lange läuft die Nachhaftung?
- Sind Tore und automatische Anlagen benannt, falls Sie diese bauen?
- Was gilt für Kundenteile in Ihrer Werkstatt?
- Sind Montagearbeiten im Ausland erfasst, falls relevant?
Was Metallbaubetriebe uns fragen
Nach unseren Schweißarbeiten hat es gebrannt.
Das ist der Fall, auf den Versicherer bei Ihrem Gewerk am genauesten schauen. Entscheidend ist, ob die Vorgaben für Feuerarbeiten eingehalten wurden.
Konkret: Wurde ein Erlaubnisschein ausgestellt, war die Umgebung gesichert, wurde brennbares Material entfernt, gab es eine Brandwache und eine Nachkontrolle? Wer das dokumentiert hat, steht gut da. Wer nicht, riskiert Kürzung oder Leistungsfreiheit.
Ein Geländer hat nachgegeben. Wer haftet?
Das hängt von der Ursache ab, und geprüft werden drei Ebenen: die Fertigung, die Bemessung und die Verankerung.
Der häufigste Punkt ist die Verankerung. Ein Bauteil ist nur so gut wie der Untergrund, in dem es steckt. Wenn Sie festgehalten haben, welche Angaben Ihnen zum Untergrund vorlagen und welche Befestigung Sie gewählt haben, ist die Diskussion deutlich kürzer.
Wie hoch sollte die Deckungssumme sein?
Am Personenschaden bemessen, nicht am Auftragswert. Bei einem Sturz aus der Höhe mit dauerhaften Folgen fallen neben Behandlungskosten Verdienstausfall und Rentenzahlungen über Jahrzehnte an.
In Gewerken mit vergleichbarer Personenschadengefahr werden Summen im mehrstelligen Millionenbereich als Untergrenze angesehen. Rechnen Sie mit dem Ernstfall, nicht mit dem Durchschnitt.
Wir fertigen nur, montiert wird von anderen.
Dann greift die Produkthaftung statt der Montagehaftung. Ihre Verantwortung endet nicht am Werkstor, aber sie ist anders zugeschnitten.
Wichtig sind zwei Punkte: Sind Aus- und Einbaukosten erfasst, falls ein Bauteil ausgetauscht werden muss? Und haben Sie Montagehinweise mitgeliefert? Wer klar dokumentiert, wie ein Bauteil zu befestigen ist, verlagert die Verantwortung für eine falsche Montage.
Wir bauen und warten auch Tore.
Dann sollte das ausdrücklich in der Police stehen. Automatische Anlagen bewegen erhebliche Massen dort, wo Menschen unterwegs sind, und die Klemm- und Quetschgefahr ist ein eigenes Thema.
Bei der Wartung kommt hinzu, dass Sie mit der Prüfung Verantwortung für deren Ergebnis übernehmen. Halten Sie im Vertrag fest, was Sie schulden und was beim Betreiber bleibt.
Ansprüche kommen Jahre nach der Montage. Sind wir noch gedeckt?
Das hängt von der Nachhaftungsregelung ab, und die Frage ist bei Ihnen wichtiger als in vielen anderen Gewerken.
Metallbauteile halten Jahrzehnte, und ein Mangel zeigt sich unter Umständen erst nach Jahren, wenn Korrosion oder Materialermüdung eintreten. Prüfen Sie, wie lange Ihre Deckung für abgeschlossene Aufträge fortwirkt, besonders bei einem Versichererwechsel.
Was steht in Ihren Bedingungen zu Feuerarbeiten?
Wir sehen nach, bevor Sie es brauchen. Kostenlos und unverbindlich.