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Ihr Versicherer hat gekündigt. Was Sie jetzt tun sollten.

Eine Kündigung durch den Versicherer ist unangenehm, aber sie ist lösbar. Entscheidend ist, dass Sie früh handeln und in den ersten Tagen nichts tun, was Ihre Position verschlechtert.

Rufen Sie uns an, bevor Sie etwas unterschreiben Wir sagen Ihnen in einem Gespräch, wie wir Ihre Lage einschätzen und welche Wege wir sehen. Kostenlos und ohne Verpflichtung.

Warum das gerade so vielen passiert

Wenn Sie eine Kündigung bekommen haben, liegt das in den meisten Fällen nicht an Ihrem Betrieb. Der Markt hat sich verändert.

Versicherer haben in den letzten Jahren ganze Risikogruppen neu bewertet und ziehen sich aus Bereichen zurück, die sie früher selbstverständlich gezeichnet haben. Besonders betroffen sind Feuer und Betriebsunterbrechung, und dort vor allem Branchen mit erhöhter Brandlast oder Umweltrelevanz.

Der Bundesverband Deutscher Versicherungsmakler beobachtet, dass Kapazität, Preise und Bedingungen gleichzeitig unter Druck geraten und sich die Lage für den Mittelstand zu den Erneuerungsterminen weiter verschärft. Sie sind mit diesem Problem also nicht allein, und es ist kein Urteil über Ihre Betriebsführung.

Die drei Formen, in denen es Sie trifft

Die Kündigung. Der Versicherer beendet den Vertrag zum Ablauf oder nach einem Schadenfall. Sie brauchen eine Anschlussdeckung.

Die Sanierung. Der Vertrag läuft weiter, aber zu deutlich anderen Bedingungen: höhere Prämie, höherer Selbstbehalt, neue Auflagen, reduzierte Deckungssummen. Manchmal ist das schlechter als eine Kündigung, weil es weniger auffällt.

Die faktische Ablehnung. Der Vertrag läuft aus und der Versicherer macht kein Angebot zur Verlängerung. Das ist die unangenehmste Variante, weil sie oft spät bemerkt wird.

Zeit ist der wichtigste Faktor Eine saubere Neuplatzierung braucht bei gewerblichen Risiken mehrere Wochen, bei komplexen Anlagen auch zwei bis drei Monate. Wer früh beginnt, verhandelt. Wer spät beginnt, nimmt, was übrig ist. Melden Sie sich deshalb am besten direkt nach Erhalt des Schreibens, nicht erst kurz vor Ablauf.
Die ersten Tage

Was Sie jetzt tun sollten

1. Schreiben genau lesen Wann endet der Vertrag genau? Ist es eine Kündigung oder ein Sanierungsangebot? Welche Sparten sind betroffen, alle oder nur einzelne? Gibt es eine Frist, innerhalb der Sie reagieren müssen?
2. Ablaufdatum notieren Das ist Ihr Stichtag. Rechnen Sie rückwärts: Für eine ordentliche Ausschreibung sollten Sie mindestens sechs bis acht Wochen davor beginnen, bei komplexen Risiken deutlich mehr.
3. Unterlagen zusammenstellen Police, Nachträge, aktuelle Betriebsbeschreibung, Schadenverlauf der letzten fünf Jahre. Falls Sie das nicht vollständig haben: Wir fordern es mit Ihrer Vollmacht direkt beim Versicherer an.
4. Schadenursachen klären Wenn es Schäden gab: Was war die Ursache, was haben Sie danach verändert? Eine belegte Ursachenanalyse mit getroffenen Maßnahmen ist eines der stärksten Argumente in der Verhandlung.
5. Prävention dokumentieren Vieles ist in Betrieben vorhanden, aber nicht aufgeschrieben: Wartungen, Schulungen, Reinigungsintervalle, Prüfungen. Was nicht dokumentiert ist, zählt für einen Underwriter nicht.
6. Früh Kontakt aufnehmen Je früher wir starten, desto mehr Häuser können wir ansprechen und desto besser verhandeln wir. Das Gespräch kostet nichts und verpflichtet Sie zu nichts.
Wichtig

Was Sie jetzt nicht tun sollten

Diese Fehler sehen wir regelmäßig, und jeder einzelne verschlechtert Ihre Ausgangslage erheblich.

  • Selbst kündigen. Solange der Vertrag läuft, haben Sie Deckung. Diese Zeit brauchen Sie für die Neuplatzierung.
  • Ein Sanierungsangebot vorschnell ablehnen. Auch ein schlechtes Angebot ist eine Rückfallposition, solange nichts Besseres vorliegt.
  • Das Risiko kleinreden. Wer Mengen, Lagerung oder Schäden beschönigt, riskiert bei Aufdeckung den Verlust der Deckung wegen Anzeigepflichtverletzung.
  • Parallel bei vielen Versicherern anfragen lassen. Der Markt ist klein. Wenn ein Risiko mehrfach unkoordiniert angefragt wird, entsteht der Eindruck, dass es niemand haben will.
  • Zu spät anfangen. Der häufigste und teuerste Fehler überhaupt.
  • Nur auf den Preis schauen. Eine billige Police mit Ausschlüssen an der falschen Stelle ist im Schadenfall wertlos.
Lösungswege

Welche Möglichkeiten es gibt

Nicht jeder Weg passt zu jeder Situation. Welche Kombination sinnvoll ist, klären wir nach der Bestandsaufnahme.

Verhandlung mit dem bisherigen Versicherer Häufig unterschätzt. Wenn sich das Risiko nachweisbar verbessert hat oder die Kündigung auf einer veralteten Betriebsbeschreibung beruht, ist eine Rücknahme oder ein tragbares Sanierungsangebot möglich.
Wechsel des Versicherers Der klassische Weg. Entscheidend ist, die Häuser anzusprechen, die für Ihre Betriebsart überhaupt zeichnen, und zwar mit einer Darstellung, die eine Beurteilung ermöglicht.
Höhere Selbstbehalte Wer Kleinschäden selbst trägt, bekommt für die großen Risiken oft überhaupt erst wieder Deckung. Die Höhe muss zur Liquidität und zur Schadenhistorie passen.
Prävention nachrüsten Manchmal ist eine Investition der direkteste Weg zur Deckung. Wir sagen Ihnen vorher, welche Maßnahme den größten Hebel hat, damit Sie nicht ins Blaue investieren.
Konsortiallösung Mehrere Versicherer teilen sich das Risiko mit Quoten, ein Haus führt. Aufwendiger in der Einrichtung, aber bei großen Summen oft der einzige gangbare Weg.
Deckung neu zuschneiden Nicht jedes Risiko muss beim selben Versicherer liegen. Manchmal löst sich eine schwierige Lage, indem einzelne Bereiche getrennt platziert werden.
Ehrlich gesagt Wir können Ihnen vorab keine Deckung zusagen. Niemand kann das seriös. Was wir zusagen können: eine ehrliche Einschätzung, welche Wege in Ihrem Fall realistisch sind, und zwar bevor Sie Zeit und Geld investieren. Wenn wir keine Chance sehen, sagen wir Ihnen das auch.
Häufige Fragen

Was Betriebe in dieser Lage fragen

Darf ein Versicherer einfach kündigen?

In den Grenzen des Vertrags und des Gesetzes ja. Üblich sind die Kündigung zum Ablauf der vereinbarten Laufzeit unter Einhaltung der Frist und die Kündigung nach einem Schadenfall.

Ob eine konkrete Kündigung wirksam ist, hängt vom Einzelvertrag ab. Wir sehen uns das an, bevor wir mit der Neuplatzierung beginnen. Manchmal ergibt sich daraus zusätzliche Zeit.

Wir haben nur noch wenige Wochen. Ist das noch zu schaffen?

Häufig ja, aber es wird enger und teurer. Bei überschaubaren Risiken ist eine Platzierung in wenigen Wochen möglich. Bei komplexen Anlagen mit Besichtigung und Konsortialbeteiligung wird es schwierig.

Rufen Sie an, statt abzuwarten. Wir sagen Ihnen im ersten Gespräch, ob der Zeitrahmen realistisch ist. In manchen Fällen sind vorläufige Deckungen darstellbar, die Ihnen Luft verschaffen.

Was passiert, wenn wir gar keine Deckung finden?

Diesen Fall gibt es, und er ist ernst: Ohne Versicherungsschutz geraten Bankfinanzierungen, Leasingverträge und Kundenbeziehungen unter Druck, weil dort Nachweise verlangt werden.

Bevor es so weit kommt, gibt es meist Zwischenschritte: Teildeckungen, deutlich erhöhte Selbstbehalte, Begrenzung der Versicherungssumme, befristete Lösungen mit Auflagen zur Nachrüstung. Diese Wege sind unbequem, aber besser als gar nichts.

Der Versicherer hat nach einem Schaden gekündigt. Ist das erledigt?

Nein. Ein einzelner Schaden ist kein Ausschlusskriterium, wenn Sie zeigen können, dass Sie die Ursache verstanden und abgestellt haben.

Genau deshalb ist die Ursachenanalyse so wichtig. Ein Betrieb, der sagt "das war Pech", wird abgelehnt. Ein Betrieb, der sagt "die Ursache war X, wir haben Y und Z verändert, hier sind die Nachweise", bekommt Angebote.

Kostet uns Ihre Hilfe etwas?

Das Erstgespräch nicht. Wenn wir zusammenarbeiten, erhalten Sie ein Maklermandat und wir übernehmen die Betreuung. Unsere Vergütung ist in aller Regel in der Versicherungsprämie einkalkuliert, es entstehen also keine zusätzlichen Kosten für Sie.

Näheres steht in unserer Erstinformation.

Wir haben schon einen Makler. Können Sie trotzdem helfen?

Ja. Wenn Ihr bisheriger Makler am Markt keine Angebote mehr bekommt, liegt das nicht zwangsläufig an ihm. Für schwierige Risiken braucht es Zugänge, die nicht jedes Haus hat.

Sprechen Sie zuerst mit uns, bevor Sie etwas beenden. Wir sagen Ihnen offen, ob wir einen Weg sehen, den Ihr jetziger Betreuer nicht hat. Wenn nicht, sagen wir das auch.

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