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Was kostet eine Betriebshaftpflicht?

Für kleine Betriebe oft ein niedriger dreistelliger Betrag im Jahr, für größere ein Vielfaches davon. Die interessantere Frage ist eine andere: Was bekommen Sie dafür?

Womit Sie ungefähr rechnen können

Vorweg: Jede pauschale Zahl ist ungenau. Der Beitrag hängt von so vielen Faktoren ab, dass eine Angabe ohne Kenntnis des Betriebs wenig wert ist.

Als grobe Orientierung, was wir im Markt sehen:

  • Kleine Dienstleistungsbetriebe ohne besondere Risiken: mittlerer bis hoher dreistelliger Bereich im Jahr
  • Handwerksbetriebe mit einer Handvoll Mitarbeitern: niedriger bis mittlerer vierstelliger Bereich
  • Produzierende Betriebe mit Produkthaftung: deutlich darüber, abhängig von Umsatz und Exportanteil
  • Schwierige Betriebsarten wie Gerüstbau oder Abbruch: eigene Rechnung, teils ein Mehrfaches vergleichbarer Größen

Diese Spannen helfen für eine erste Einordnung. Für eine belastbare Aussage braucht es ein Gespräch von zwanzig Minuten.

Was den Beitrag bestimmt

Die Betriebsart. Der wichtigste Faktor. Ein Ingenieurbüro und eine Dachdeckerei mit gleichem Umsatz zahlen völlig unterschiedlich.

Umsatz oder Lohnsumme. Je nach Sparte die Berechnungsgrundlage. Wichtig: Diese Zahlen ändern sich, und der Vertrag sollte mitwachsen.

Die Deckungssumme. Sie steigt weniger stark als erwartet. Der Sprung von einer auf drei Millionen kostet deutlich weniger als das Dreifache, weil im oberen Bereich statistisch selten etwas passiert.

Der Selbstbehalt. Ein höherer Selbstbehalt senkt den Beitrag spürbar. Ob sich das lohnt, hängt davon ab, wie viele kleine Schäden Sie erfahrungsgemäß haben.

Der Schadenverlauf. Nach mehreren Schäden wird es teurer, manchmal deutlich.

Die Einschlüsse. Und hier wird es interessant.

Die Frage hinter der Frage Zwei Angebote, derselbe Beitrag. Im Schadenfall sechsstellig auseinander. Das ist kein Werbespruch, sondern der Normalfall. Der Unterschied steckt nicht im Preis, sondern in den Klauseln. Ein Angebot schließt Tätigkeitsschäden ein, das andere nicht. Eines kennt Vermögensschäden, das andere nicht. Eines gilt weltweit ohne USA, das andere mit. Beim Vergleich zweier Zahlen sehen Sie davon nichts. Genau deshalb ist der Preis die am wenigsten nützliche Information über eine Police.
Der eigentliche Unterschied

Neun Punkte, die den Beitrag kaum bewegen und alles entscheiden

Diese Einschlüsse kosten meist wenig. Fehlen sie, fehlt im Ernstfall der halbe Schutz.

Tätigkeitsschäden Schäden an der Sache, an der Sie arbeiten. Bei jedem ausführenden Betrieb der häufigste Fall überhaupt.
Mietsachschäden Schäden an gemieteten Räumen und Geräten. Wer Räume mietet, braucht das.
Vermögensschäden Wenn Geld fehlt, ohne dass etwas beschädigt ist. In beratenden und dienstleistenden Berufen der Kern.
Schlüsselverlust Nicht der Schlüssel kostet, sondern die Schließanlage.
Leitungsschäden Beim Graben oder Bohren getroffene Leitungen. Der Folgeschaden übersteigt den Sachschaden um ein Vielfaches.
Auslandsdeckung Und darin die Frage nach USA und Kanada, die fast überall ausgenommen sind.
Subunternehmer Wer Aufträge weitergibt, haftet mit. Die Police muss das kennen.
Nachhaftung Für Ansprüche, die nach Ende des Vertrags kommen. Bei Beratung und Bau entscheidend.
Zweifache Maximierung Wie oft die Summe im Jahr zur Verfügung steht. Viele Ausschreibungen verlangen sie ausdrücklich.

Wo Sie tatsächlich sparen können

Es gibt sinnvolle Wege, den Beitrag zu senken, und einen unsinnigen.

Sinnvoll

Selbstbehalt erhöhen. Wenn Sie ohnehin selten kleine Schäden haben, ist das der wirksamste Hebel. Sie tragen das Kleine selbst und versichern das Große.

Verträge bündeln. Mehrere Sparten bei einem Versicherer bringen oft einen Nachlass. Das lohnt sich aber nur, wenn die Bedingungen überall stimmen.

Angaben aktualisieren. Wir finden regelmäßig Verträge, die auf einem Umsatz von vor zehn Jahren beruhen, oder auf Tätigkeiten, die es nicht mehr gibt. Manchmal in beide Richtungen.

Neu ausschreiben. Nach fünf oder mehr Jahren lohnt sich der Blick an den Markt fast immer, weil sich sowohl Beiträge als auch Bedingungen bewegt haben.

Unsinnig

An der Deckungssumme sparen. Das ist der Punkt, an dem am wenigsten zu holen ist und am meisten zu verlieren.

Die Differenz zwischen einer und drei Millionen ist im Beitrag überschaubar. Im Schadenfall ist sie der Unterschied zwischen einer geregelten Sache und einer Insolvenz.

Einschlüsse streichen. Tätigkeitsschäden kosten wenig und sind bei den meisten Betrieben der häufigste Fall. Wer sie weglässt, spart am falschen Ende.

Was Sie für ein Angebot brauchen
  • Was Ihr Betrieb genau macht, möglichst ausführlich
  • Umsatz und Lohnsumme des letzten Jahres
  • Zahl der Mitarbeitenden
  • Ob Subunternehmer eingesetzt werden
  • Wohin geliefert oder wo gearbeitet wird
  • Schäden der letzten fünf Jahre
  • Ihre bestehende Police, falls vorhanden
Der erste Punkt ist der wichtigste. Je genauer die Beschreibung, desto genauer das Angebot. Und desto sicherer, dass später nicht auffällt, dass etwas nicht versichert war.
Warum wir keine Zahl auf die Seite schreiben Weil sie falsch wäre. Zwei Betriebe mit gleichem Umsatz können je nach Tätigkeit um den Faktor zehn auseinanderliegen. Wer Ihnen ohne Kenntnis des Betriebs einen Beitrag nennt, nennt entweder eine Zahl, die nichts bedeutet, oder eine, die später korrigiert wird.
Häufige Fragen

Was Betriebe uns zum Beitrag fragen

Warum bekomme ich so unterschiedliche Angebote?

Weil unterschiedliche Dinge angeboten werden. Der Preis allein sagt nichts darüber aus, was enthalten ist.

Vergleichen Sie nicht die Beiträge, sondern die Einschlüsse: Tätigkeitsschäden, Mietsachschäden, Vermögensschäden, Auslandsdeckung, Maximierung. Wenn Sie das nebeneinanderlegen, erklärt sich der Unterschied meist von selbst. Wir stellen Ihnen das gegenüber, wenn Sie möchten.

Kostet mich ein Makler zusätzlich?

Nein. Die Vergütung ist in aller Regel bereits in der Prämie einkalkuliert und fließt an denjenigen, der Ihre Verträge betreut.

Ob das ein Vertreter, der Versicherer selbst oder wir sind, ändert an Ihrem Beitrag nichts. Sie zahlen also nicht mehr, bekommen aber jemanden, der den Markt vergleichen muss und für seinen Rat haftet.

Wie viel kann ich durch einen Wechsel sparen?

Das lässt sich vorher nicht sagen, und wer es verspricht, weiß es auch nicht. Bei alten Verträgen finden wir häufig Einsparungen, manchmal erhebliche.

Ebenso häufig finden wir aber Lücken, deren Schließung Geld kostet. Unterm Strich zahlen unsere Mandanten oft weniger bei besserem Schutz. Ein Versprechen ist das nicht. Was in Ihrem Fall passiert, sagen wir Ihnen vorher.

Lohnt sich ein höherer Selbstbehalt?

Wenn Sie selten kleine Schäden haben, ja. Der Beitrag sinkt spürbar, und Sie tragen nur das, was Sie ohnehin verkraften.

Rechnen Sie nach: Wie viele Schäden hatten Sie in den letzten fünf Jahren, und wie hoch waren sie? Wenn die meisten unter dem geplanten Selbstbehalt lagen, zahlen Sie derzeit für eine Deckung, die Sie nicht nutzen.

Warum ist unsere Branche so teuer?

Weil Versicherer nach Schadenerfahrung kalkulieren. In Branchen mit hoher Schadenhäufigkeit oder hohen Einzelschäden liegen die Beiträge entsprechend höher.

Was Sie beeinflussen können, ist die Darstellung Ihres Betriebs. Nachweise über Qualifikationen, dokumentierte Abläufe, Schutzmaßnahmen und ein erklärter Schadenverlauf wirken unmittelbar. Ein gut dargestelltes Risiko bekommt andere Angebote als ein Formular.

Können wir monatlich zahlen?

Meist ja, wobei unterjährige Zahlung in aller Regel einen Zuschlag kostet, oft im niedrigen einstelligen Prozentbereich.

Bei kleineren Beträgen fällt das kaum ins Gewicht. Bei größeren Versicherungsbudgets lohnt sich die Rechnung, ob die jährliche Zahlung wirtschaftlicher ist.

Wollen Sie wissen, was Sie zahlen sollten?

Zwanzig Minuten am Telefon, und wir sagen es Ihnen. Kostenlos und unverbindlich.