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Die Ausschreibung verlangt mehr, als Ihre Police hergibt

Fünf Millionen pauschal, steht in den Unterlagen. Ihre Police weist zwei aus. Und die Angebotsfrist läuft nächste Woche ab.

Drei Wege, und sie dauern unterschiedlich lang

1. Den bestehenden Vertrag erhöhen

Der naheliegende Weg. Der Versicherer prüft Ihr Risiko neu und entscheidet, ob er die höhere Summe zeichnet.

Wie lange das dauert, hängt vom Risiko ab. Bei einem unauffälligen Betrieb ohne Schäden sind es oft wenige Tage. Bei einer schwierigen Betriebsart, nach Schäden oder bei einem großen Sprung kann es Wochen dauern, weil intern eine Freigabe nötig wird.

Vorteil: Ein Vertrag, eine Bestätigung, klare Verhältnisse.

2. Über eine zweite Police aufstocken

Eine sogenannte Exzedentendeckung setzt auf Ihre bestehende auf. Der Grundvertrag trägt bis zwei Millionen, die zweite Police die nächsten drei.

Das geht oft schneller, weil der Grundvertrag unverändert bleibt und der zweite Versicherer sich auf den Bereich oberhalb konzentriert, in dem statistisch wenig passiert.

Nachteil: zwei Verträge, zwei Bestätigungen. Manche Auftraggeber akzeptieren das ohne Weiteres, andere fragen nach.

3. Nur für dieses Vorhaben

Wenn die hohe Summe ausschließlich für einen Auftrag gebraucht wird, gibt es objektbezogene Lösungen. Im Bau ist das verbreitet.

Das lohnt sich, wenn es sich um ein einmaliges Großprojekt handelt und Sie sonst mit Ihrer üblichen Summe auskommen.

Der wichtigste Rat Melden Sie sich, sobald Sie die Unterlagen lesen. Nicht kurz vor Abgabe. Eine Woche Vorlauf reicht in den meisten Fällen. Zwei Tage nicht, jedenfalls nicht verlässlich. Und wenn es doch knapp wird: Rufen Sie trotzdem an. Manchmal geht es schneller, als der Regelweg vermuten lässt, besonders wenn wir direkt mit jemandem sprechen können, der zeichnen darf. 04321 55928-0, außerhalb der Bürozeiten auf die Mobiltelefone der Inhaber geschaltet.

Lesen Sie die Anforderung genau

Häufig steht in Ausschreibungen mehr als eine Zahl. Und der Rest ist oft wichtiger.

Pauschal oder getrennt

"Fünf Millionen pauschal für Personen-, Sach- und Vermögensschäden" ist etwas anderes als "fünf Millionen für Personenschäden, eine Million für Sachschäden". Prüfen Sie, was tatsächlich gefordert ist.

Zweifache Maximierung

Viele Ausschreibungen verlangen, dass die Summe im Jahr mehrfach zur Verfügung steht. Wenn Ihre Police nur eine einfache Maximierung hat, erfüllt sie die Anforderung nicht, auch wenn die Zahl stimmt.

Besondere Einschlüsse

Bearbeitungsschäden, Leitungsschäden, Umweltrisiken, Mietsachschäden. Was hier verlangt wird, sagt Ihnen etwas darüber, was der Auftraggeber erwartet, und gelegentlich mehr über den Auftrag als die Leistungsbeschreibung.

Und die Klauseln, die keine Versicherung deckt

Freistellung von Ansprüchen Dritter, Vertragsstrafen, garantierte Ergebnisse. Solche Zusagen gehen über die gesetzliche Haftung hinaus und sind in praktisch jeder Police ausgeschlossen.

Sie können sie unterschreiben, aber Sie tragen sie selbst. Schicken Sie uns die Unterlagen, wir sagen Ihnen, welche Passagen außerhalb Ihrer Deckung liegen. Das ist bei Ausschreibungen der Teil, der später am meisten kostet.

Was wir brauchen
  • Die Passage aus der Ausschreibung im Wortlaut
  • Die Abgabefrist
  • Ihre aktuelle Police
  • Auftragsvolumen und Laufzeit
  • Ob Subunternehmer eingesetzt werden
Der letzte Punkt wird oft vergessen und ist wichtig. Wer Subunternehmer einsetzt, haftet für deren Arbeit mit. Ob die eigene Police das abbildet und ob die Subunternehmer selbst ausreichend versichert sind, gehört zur selben Prüfung.
Ein Hinweis zur Kalkulation Eine höhere Deckungssumme kostet weniger, als die meisten annehmen. Der Sprung von zwei auf fünf Millionen verdoppelt den Beitrag nicht, weil im oberen Bereich statistisch selten etwas passiert. Wenn Sie regelmäßig für größere Auftraggeber arbeiten, lohnt es sich oft, dauerhaft höher zu gehen, statt bei jeder Ausschreibung neu zu verhandeln.
Häufige Fragen

Was uns dazu gefragt wird

Wie lange dauert eine Erhöhung?

Bei einem unauffälligen Betrieb ohne Schäden oft wenige Tage. Bei schwierigen Betriebsarten, nach Schäden oder bei großen Sprüngen Wochen, weil intern eine Freigabe nötig wird.

Planen Sie mindestens eine Woche ein. Wenn es schneller gehen muss, sagen Sie es dazu, dann versuchen wir den direkten Weg.

Was kostet eine höhere Summe?

Weniger, als die meisten erwarten. Der Beitrag steigt nicht proportional zur Summe, weil im oberen Bereich statistisch selten etwas passiert.

Der Sprung von einer auf drei Millionen kostet deutlich weniger als das Dreifache. Deshalb ist eine dauerhaft höhere Summe für Betriebe, die regelmäßig für größere Auftraggeber arbeiten, meist die wirtschaftlichere Lösung.

Was ist eine zweifache Maximierung?

Sie besagt, wie oft die Deckungssumme innerhalb eines Versicherungsjahres zur Verfügung steht. Bei zweifacher Maximierung insgesamt zweimal.

Viele Ausschreibungen verlangen das ausdrücklich. Wenn Ihre Police nur eine einfache Maximierung hat, erfüllen Sie die Anforderung nicht, selbst wenn die Summe stimmt. Prüfen Sie diesen Punkt, er wird häufig übersehen.

Mein Versicherer lehnt die Erhöhung ab. Was jetzt?

Dann gibt es zwei Wege. Entweder eine Aufstockung über einen zweiten Versicherer, der nur den Bereich oberhalb Ihrer bestehenden Summe zeichnet. Oder eine Ausschreibung des gesamten Vertrags am Markt.

Der zweite Weg dauert länger, lohnt sich aber, wenn die Ablehnung ein Hinweis darauf ist, dass der Versicherer Ihr Risiko insgesamt nicht mehr gern zeichnet. Mehr dazu unter schwer versicherbare Risiken.

Wir setzen Subunternehmer ein. Was gilt dann?

Sie haften gegenüber Ihrem Auftraggeber für deren Arbeit mit. Zwei Dinge sollten deshalb geklärt sein.

Erstens: Bildet Ihre eigene Police die Beauftragung von Subunternehmern ab? Zweitens: Sind die Subunternehmer selbst ausreichend versichert, und haben Sie deren Nachweise? Lassen Sie sich diese vorlegen, bevor Sie beauftragen, nicht erst wenn etwas passiert ist.

Wann ist Ihre Abgabefrist?

Rufen Sie an, dann sagen wir Ihnen, was bis dahin machbar ist.