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Versicherungsmakler für Sylt

Wenn Ihr Antrag für ein reetgedecktes Haus abgelehnt wurde, liegt das fast nie an Ihrem Haus. Es liegt daran, dass die meisten Versicherer solche Objekte gar nicht erst ansehen.

Warum Reetdächer abgelehnt werden

Gebäudeversicherer teilen Häuser in Bauartklassen ein, und dabei zählt vor allem eines: hart oder weich gedeckt. Reet gilt als weiche Bedachung, weil es im Brandfall schnell und heiß brennt.

Für einen Versicherer, der mit statistischen Durchschnitten rechnet, ist ein Reetdachhaus kein kalkulierbares Objekt. Es ist zu selten, zu individuell und im Schadenverlauf zu anders.

Die Folge ist eine Reaktion, die Eigentümer regelmäßig als persönlich empfinden: entweder Ablehnung oder ein Beitrag, der unverhältnismäßig wirkt.

Wichtig zu wissen: Diese Ablehnung ist in den meisten Fällen keine Bewertung Ihres Hauses. Niemand hat sich Ihre Elektrik angesehen, Ihren Blitzschutz oder den Abstand zum Nachbargebäude. Es ist eine pauschale Aussteuerung ganzer Objektarten.

Was stattdessen funktioniert

Es gibt Versicherer und Deckungskonzepte, die genau dieses Risiko zeichnen. Sie sind nicht über Vergleichsportale zu finden, weil sie dort nicht gelistet sind.

Was diese Häuser sehen wollen, ist Ihr konkretes Objekt: Bauweise, Schutzmaßnahmen, Abstände, Zustand des Daches, Nutzung. Wer das ordentlich darstellt, bekommt Angebote.

Und Sie können den Beitrag beeinflussen. Eine gewartete Blitzschutzanlage ist die wirksamste Einzelmaßnahme. Dazu Funkenschutz am Schornstein und eine geprüfte Elektroinstallation. Diese drei Punkte verändern das Gespräch spürbar.

Der Fehler, der teuer wird Eine Versicherungssumme vom Festland. Ein Reetdach kann nicht von einem beliebigen Dachdecker gedeckt werden. Fachbetriebe sind rar, die Wartezeiten lang und die Arbeit ist Handarbeit. Auf einer Insel kommt hinzu, dass Material und Handwerker über den Damm müssen. Jeder Wiederaufbau kostet hier mehr als auf dem Festland und dauert länger. Eine Summe, die diese Realität nicht abbildet, führt zu einer Unterversicherung, und die wirkt bei jedem Schaden, nicht erst beim Totalverlust.
Unsere Verbindung zur Insel Bernd Mathiessen ist regelmäßig auf Sylt, teils über mehrere Monate am Stück. Er betreut dort Mandanten und kennt die Insel nicht als Besucher, sondern als jemand, der über Jahre wiederkommt. Ein Büro haben wir hier nicht. Die Firma sitzt in Neumünster. Was wir haben, ist jemand, der ohnehin da ist und bei dem ein Termin kein Aufwand wird.
Aus der Praxis

Ein Fall, wie er hier vorkommt

Das Beispiel ist typisiert, nicht der Fall eines bestimmten Mandanten. Es zeigt, warum die Insellage jeden Schaden verändert.

Ein Kaminbrand im Februar

Ein reetgedecktes Ferienhaus, das in der Saison vermietet wird. An einem kalten Februarabend setzt Funkenflug aus dem Schornstein das Dach in Brand. Die Feuerwehr ist schnell da, das Haus bleibt stehen. Zerstört sind das Dach, der Dachstuhl in Teilen und durch Löschwasser das gesamte Obergeschoss.

Was jetzt passiert

Der Eigentümer geht von einem halben Jahr aus. Es wird deutlich länger, und zwar aus Gründen, die mit dem Schaden selbst nichts zu tun haben:

Der Reetdachdecker. Es gibt wenige Fachbetriebe, und sie sind ausgebucht. Wer im Februar anfragt, bekommt einen Termin, aber nicht sofort.

Das Material. Reet wird in Qualitäten geliefert, die nicht beliebig verfügbar sind. Dazu kommt der Transport auf die Insel.

Die übrigen Gewerke. Zimmerer, Elektriker, Trockenbauer. Auf der Insel ist die Kapazität begrenzt, und im Frühjahr arbeiten alle an den Objekten, die zur Saison fertig sein müssen.

Die Sanierung nach Löschwasser. Trocknung, dann Wiederaufbau der Innenräume. Auch das braucht Handwerker, die alle dieselben sind.

Woran es hängt

Erstens an der Versicherungssumme. Wenn sie nach Quadratmetern und Festlandpreisen ermittelt wurde, reicht sie nicht.

Zweitens am Mietausfall. Das Haus wird vermietet, und die Saison beginnt im Frühjahr. Ein Schaden im Februar kostet nicht ein paar Monate Miete, sondern das gesamte Vermietungsjahr, wenn die Wiederherstellung bis in den Herbst dauert.

Genau dieser zweite Punkt fehlt in vielen Verträgen für Ferienobjekte vollständig.

Was wir bei Sylter Objekten prüfen
  • Ist die Versicherungssumme auf Grundlage tatsächlicher Wiederaufbaukosten ermittelt, einschließlich Insellage?
  • Gibt es einen Unterversicherungsverzicht?
  • Ist Mietausfall abgedeckt, und für wie lange?
  • Ist die Vermietung dem Versicherer überhaupt gemeldet?
  • Sind Elementarschäden eingeschlossen?
  • Ist grobe Fahrlässigkeit mitversichert?
  • Blitzschutz vorhanden, gewartet und dokumentiert?
  • Funkenschutz am Schornstein, Elektrik geprüft?
Die letzten beiden Punkte senken den Beitrag. Die ersten sechs entscheiden, ob im Schadenfall genug ankommt.

Wenn Sie vermieten

Sehr viele Objekte auf der Insel werden vermietet, dauerhaft oder wochenweise. Versicherungstechnisch ist das eine gewerbliche Nutzung, auch wenn es nur ein Haus ist und Sie es nebenbei betreiben.

Was daraus folgt:

  • Die Gebäudeversicherung muss davon wissen. Ein als selbstgenutzt geführtes Objekt, das tatsächlich vermietet wird, kann im Schadenfall zum Problem werden
  • Die private Haftpflicht trägt nichts. Wenn ein Gast auf Ihrer Treppe stürzt, ist das kein privates Risiko mehr
  • Der Hausrat gehört gesondert betrachtet. Eine ausgestattete Ferienwohnung enthält Werte, die eine normale Hausratversicherung für ein unbewohntes Objekt nicht abdeckt
  • Mietausfall ist ein eigener Baustein. Ohne ihn tragen Sie die gesamte ausgefallene Saison selbst

Bei Vermittlung über Plattformen kommen weitere Fragen dazu, etwa wer bei Schäden durch Gäste haftet und was die Plattform tatsächlich absichert. Das steht in deren Bedingungen und ist meist weniger, als man annimmt.

Der Dream Outcome, ganz konkret Dass Sie nach einem Brand dasselbe Haus wiederbekommen. Nicht ein Haus mit Ziegeldach, weil Reet zu teuer geworden ist. Nicht ein kleineres, weil das Geld nicht reicht. Dasselbe. Das ist bei diesen Objekten keine Selbstverständlichkeit, sondern das Ergebnis einer Summe, die stimmt, und einer Police, die von einem Haus weiß, das anders ist als andere.
Auch für Betriebe auf der Insel Für Hotels, Gastronomie, Handwerk und Handel gilt dasselbe Grundproblem in anderer Form: Jede Reparatur, jede Ersatzbeschaffung und jeder Handwerker kostet hier mehr und dauert länger. Deshalb müssen Haftzeiten in der Betriebsunterbrechung auf der Insel länger sein als auf dem Festland. Das wird bei Standardverträgen nie berücksichtigt.
Wen wir betreuen

Betriebe zuerst, private Werte gleich danach

Unser Schwerpunkt liegt auf Firmenkunden. Das ist keine Bescheidenheit gegenüber Privatkunden, sondern eine Entscheidung: Gewerbliche Verträge sind Konstruktionen, die man nicht nebenbei richtig hinbekommt.

Auf der Insel heißt das konkret: Hotels und Pensionen, Gastronomie, Handwerksbetriebe, Handel, Immobilienverwaltungen, Dienstleister. Alles, was hier arbeitet und nicht nur Urlaub macht.

Daneben betreuen wir private Werte, und zwar meist für dieselben Menschen. Wer einen Betrieb führt, hat auch ein Haus, oft mehrere, dazu Fahrzeuge, manchmal ein Boot und in aller Regel eine Familie, die abgesichert sein will. Diese beiden Seiten gehören zusammen, und wir betrachten sie zusammen.

Was wir nicht machen, ist Massengeschäft. Eine Kfz-Versicherung im Onlinevergleich abzuschließen, dafür brauchen Sie uns nicht.

Die typische Ausgangslage Ein Unternehmer hat über die Jahre bei verschiedenen Stellen abgeschlossen: den Betrieb bei einer Gesellschaft, das Haus bei einer anderen, die private Vorsorge über einen Berater, der längst nicht mehr da ist. Niemand hat das je zusammen angesehen. Genau dort finden wir die meisten Lücken und die meisten Doppelungen.
Häufige Fragen

Was uns auf Sylt gefragt wird

Unser Antrag für das Reetdachhaus wurde abgelehnt. Was jetzt?

Zunächst: Das ist in den meisten Fällen keine Bewertung Ihres Hauses. Viele Versicherer steuern Reetdächer pauschal aus, weil sie nicht in ihre Durchschnittskalkulation passen. Niemand hat sich Ihr Objekt angesehen.

Es gibt Häuser und Deckungskonzepte, die dieses Risiko gezielt zeichnen. Sie sind über Vergleichsportale nicht zu finden. Was zählt, ist eine ordentliche Darstellung Ihres Objekts: Bauweise, Abstände, Schutzmaßnahmen, Zustand des Daches. Damit bekommen Sie Angebote.

Können wir den Beitrag beeinflussen?

Ja, deutlich. Die wirksamste Einzelmaßnahme ist eine funktionstüchtige und gewartete Blitzschutzanlage.

Dazu kommen Funkenschutz am Schornstein und eine geprüfte Elektroinstallation. Bei höheren Gebäudewerten lohnt außerdem der Blick auf die Selbstbeteiligung: Eine höhere Selbstbeteiligung senkt die Jahresprämie spürbar, ohne im Schadenfall existenziell zu werden. Das rechnen wir mit Ihnen durch.

Wie hoch muss die Versicherungssumme sein?

Höher, als eine Berechnung nach Quadratmetern ergibt. Ein Reetdach ist Handarbeit von Fachbetrieben, die selten und ausgebucht sind. Auf der Insel kommen Transport und Anfahrt hinzu.

Wichtig ist außerdem ein Unterversicherungsverzicht. Bei korrekter Angabe der Wohnfläche ist der häufig vereinbar, und er schützt Sie davor, dass bei jedem Schaden anteilig gekürzt wird.

Wir vermieten unser Haus. Reicht die normale Police?

In der Regel nicht. Vermietung ist eine gewerbliche Nutzung, auch bei einem einzelnen Objekt und auch wenn Sie es nebenbei betreiben.

Das betrifft die Gebäudeversicherung, den Hausrat und vor allem die Haftpflicht: Wenn ein Gast bei Ihnen stürzt, trägt die private Haftpflicht das nicht. Und der Mietausfall ist ein eigener Baustein, ohne den Sie eine ausgefallene Saison vollständig selbst tragen.

Warum sollte die Haftzeit auf der Insel länger sein?

Weil hier alles länger dauert. Handwerkerkapazität ist begrenzt, Material muss über den Damm, und im Frühjahr arbeiten alle an den Objekten, die zur Saison fertig sein müssen.

Ein Wiederaufbau, der auf dem Festland acht Monate braucht, kann hier zwölf oder mehr dauern. Eine Haftzeit, die das nicht abbildet, endet, während die Handwerker noch arbeiten.

Sie haben kein Büro auf Sylt. Wie läuft die Betreuung?

Bernd Mathiessen ist regelmäßig auf der Insel, teilweise über mehrere Monate am Stück. Termine lassen sich in diese Zeiten legen, und dann wird daraus keine eigene Anfahrt.

Die Firma sitzt in Neumünster, dort läuft die Bearbeitung. Eine Geschäftsstelle auf Sylt haben wir nicht und behaupten das auch nicht. Was wir haben, ist jemand, der die Insel kennt und ohnehin da ist.

Wurde Ihr Objekt schon einmal richtig angesehen?

Wir stellen Ihr Haus so dar, dass es beurteilt werden kann. Kostenlos und unverbindlich.