Versicherung für Trockenbaubetriebe
Bei den meisten Bauleistungen zeigt sich ein Mangel früher oder später im Alltag. Bei einer Brandschutzwand zeigt er sich genau einmal: wenn es brennt.
Brandschutz ist eine Leistung mit später Prüfung
Wenn Sie eine Wand einziehen, sieht man am nächsten Tag, ob sie gerade ist. Wenn Sie eine Brandschutzwand einziehen, sieht man erst im Ernstfall, ob sie hält.
Das macht Ihr Gewerk besonders. Ein Mangel bleibt jahrelang unentdeckt und wirkt sich dann in dem Moment aus, in dem er am meisten kostet.
Und dann wird geprüft. Nach einem Brand mit Ausbreitung über einen Abschnitt hinweg sehen sich Sachverständige an, warum die Trennung nicht gehalten hat.
Die häufigste Ursache sind Durchdringungen
Eine Brandschutzwand ist nur so gut wie ihre Öffnungen. Wo Leitungen, Rohre und Kabel hindurchgeführt werden, muss fachgerecht abgeschottet werden.
Und genau dort entsteht das Problem: Die Durchdringungen macht meist ein anderes Gewerk. Der Elektriker zieht ein Kabel, der Installateur ein Rohr, und irgendwann ist die Wand ein Sieb.
Wenn danach ein Brand durchschlägt, richtet sich der Blick zuerst auf den, der die Wand gebaut hat. Sie müssen dann darlegen, in welchem Zustand Sie sie hinterlassen haben.
Was hilft: Eine dokumentierte Abnahme mit Fotos. Wenn Sie belegen können, dass die Wand bei Übergabe dicht war, verschiebt sich die Verantwortung auf den, der später gebohrt hat.
Was in Ihre Police gehört
Arbeiten im laufenden Betrieb
Ein erheblicher Teil Ihrer Aufträge findet in Gebäuden statt, die genutzt werden: Büros, Praxen, Läden, Hotels, Kliniken.
Daraus entstehen Risiken, die auf einer Rohbaustelle nicht bestehen:
- Staub in benachbarten Bereichen, an Technik, an Ware
- Nutzungseinschränkung, wenn ein Bereich länger gesperrt ist als geplant
- Bestandstechnik, die beschädigt wird: Leitungen, Sprinkler, Brandmelder
- Ausgelöste Anlagen, etwa ein Rauchmelder oder ein Sprinkler
- Zugang zum ganzen Objekt, oft außerhalb der Geschäftszeiten
Der vierte Punkt ist der teuerste. Ein ausgelöster Sprinkler in einem laufenden Betrieb betrifft nicht Ihre Baustelle, sondern alles darunter.
Und ein Punkt zur Feuchtigkeit
Wer Wände schließt, schließt ein, was dahinter ist. Wenn Material feucht eingebaut wird oder wenn Restfeuchte im Bau vorhanden ist, entsteht ein Problem, das erst Monate später sichtbar wird.
Schimmel hinter einer geschlossenen Wand ist ein aufwendiger Schaden, weil die Sanierung den Rückbau bedeutet. Und die Frage, wer die Feuchtigkeit zu verantworten hat, wird dann rückblickend geklärt.
Halten Sie Messwerte fest. Wenn Sie dokumentieren, welche Feuchtigkeit Sie vorgefunden haben, ist die Diskussion später kürzer.
- Sind Tätigkeitsschäden eingeschlossen, und mit welcher Summe?
- Ist Brandschutz als Tätigkeit ausdrücklich benannt?
- Wie lange läuft die Nachhaftung?
- Sind reine Vermögensschäden erfasst?
- Was gilt für Schäden an Bestandstechnik?
- Ist Arbeiten im laufenden Betrieb abgebildet?
- Sind Leitungsschäden gedeckt?
- Wie ist Material auf der Baustelle abgesichert?
Was Trockenbaubetriebe uns fragen
Ein Brand ist durch unsere Brandschutzwand durchgeschlagen.
Dann wird geprüft, warum. Die häufigste Ursache sind Durchdringungen, die nicht oder falsch abgeschottet wurden.
Entscheidend ist, in welchem Zustand Sie die Wand übergeben haben. Wenn Sie mit Fotos und Abnahmeprotokoll belegen können, dass sie dicht war, richtet sich der Blick auf den, der später gebohrt hat. Ohne Dokumentation bleibt es bei Ihnen hängen.
Der zugesagte Schallschutzwert wird nicht erreicht.
Dann ist die Leistung mangelhaft, auch wenn handwerklich alles korrekt ausgeführt wurde. Der Wert ist messbar, und darüber lässt sich nicht diskutieren.
Achten Sie deshalb darauf, was Sie zusagen. Ein konkreter Zahlenwert im Angebot ist eine Zusicherung, die Sie einhalten müssen. Wer stattdessen den Wandaufbau beschreibt, schuldet diesen Aufbau, nicht ein Ergebnis.
Wie lange sollte die Nachhaftung laufen?
So lange wie möglich. In Ihrem Gewerk ist das wichtiger als in fast jedem anderen, weil sich Brandschutzmängel erst im Ernstfall zeigen.
Das kann Jahre nach der Fertigstellung sein. Wenn Sie zwischenzeitlich den Versicherer gewechselt oder den Betrieb aufgegeben haben, entscheidet die Nachhaftungsregelung darüber, ob überhaupt jemand zuständig ist.
Wir haben beim Bohren eine Leitung getroffen.
Das ist ein Fall für die Betriebshaftpflicht, sofern Leitungsschäden eingeschlossen sind. In Bestandsgebäuden ist das ein regelmäßiger Vorgang, weil die Pläne selten stimmen.
Entscheidend ist die Summe, denn der Folgeschaden übersteigt den Sachschaden deutlich. Ein getroffenes Wasserrohr in einer abgehängten Decke betrifft alles darunter.
Ein Sprinkler wurde bei unseren Arbeiten ausgelöst.
Das ist einer der teuersten Fälle in Ihrem Gewerk, besonders in laufenden Objekten. Der Schaden betrifft nicht Ihre Baustelle, sondern die Bereiche darunter.
Deshalb sollte Ihre Deckungssumme an diesem Szenario bemessen sein. Und praktisch: Klären Sie vorher mit dem Betreiber, ob Anlagen für die Dauer der Arbeiten abgeschaltet werden, und halten Sie schriftlich fest, wer das veranlasst hat.
Nach einem Jahr zeigt sich Schimmel hinter einer Wand.
Dann wird rückblickend geklärt, woher die Feuchtigkeit kam. Möglich sind feucht eingebautes Material, Restfeuchte im Bau oder eine undichte Stelle, die mit Ihnen nichts zu tun hat.
Was Ihre Position stärkt, sind Messwerte vom Einbauzeitpunkt. Wer dokumentiert hat, welche Feuchtigkeit vorlag, kann belegen, dass er unter zulässigen Bedingungen geschlossen hat.
Wie lange läuft Ihre Nachhaftung?
Bei Brandschutz ist das die entscheidende Zahl. Wir sehen nach, kostenlos und unverbindlich.