Der Versicherer will Ihren Betrieb besichtigen
Wir kommen vorher. Wir gehen mit Ihnen durch den Betrieb und sagen Ihnen, was auffallen wird, solange sich noch etwas ändern lässt. Und beim Termin sind wir dabei, auf Ihrer Seite.
Warum wir vorher kommen
Eine Besichtigung ist kein Test, den man besteht oder nicht. Sie ist eine Momentaufnahme, aus der ein Versicherer Schlüsse zieht: über Ihr Risiko, über die Prämie und darüber, welche Auflagen er macht.
Und diese Momentaufnahme lässt sich vorbereiten. Nicht indem man etwas verbirgt, sondern indem man Punkte abstellt, die ohnehin abgestellt gehören, und Dinge erklärt, die sonst falsch eingeordnet würden.
Was wir dabei tun
Wir gehen mit Ihnen durch den Betrieb und sehen ihn mit den Augen des Besichtigers. Das ist eine andere Perspektive als Ihre, weil wir wissen, worauf geschaut wird und welche Beobachtung welche Folge hat.
Meist sind es Kleinigkeiten, die sich in einer Woche erledigen lassen: eine Brandschutztür, die durch einen Keil offensteht. Material, das zu nah an der Heizung lagert. Ein Prüfnachweis, der abgelaufen ist. Ein Fluchtweg, der zugestellt ist.
Diese Punkte kosten wenig, wenn man sie vorher sieht, und sie kosten Prämie, wenn sie im Bericht stehen.
Und was sich nicht schnell ändern lässt
Manches ist baulich oder betrieblich gegeben. Dann geht es nicht ums Abstellen, sondern ums Erklären: warum es so ist, welche Kompensation besteht, was geplant ist.
Ein Punkt, der erklärt und eingeordnet ist, wirkt anders als einer, den der Besichtiger selbst entdeckt und sich seinen Reim darauf macht.
Die Punkte, die regelmäßig im Bericht landen
Nicht alle betreffen jeden Betrieb. Aber wenn einer davon zutrifft, sollten Sie es vorher wissen.
Was am Tag der Besichtigung passiert
Der Ablauf ist meist ähnlich: ein Gespräch zu Beginn, ein Rundgang, ein Abschlussgespräch. Danach folgt der Bericht, oft mit Empfehlungen oder Auflagen.
Unsere Rolle im Termin
Wir sind dabei und begleiten den Rundgang. Das hat zwei praktische Gründe.
Erstens: Einordnen. Wenn eine Beobachtung im Raum steht, lässt sie sich sofort erklären. Nicht schönreden, sondern in den Zusammenhang stellen. Eine Erklärung im Termin ist wirksamer als eine Stellungnahme drei Wochen später zu einem Bericht, der schon geschrieben ist.
Zweitens: Mitschreiben. Wir halten fest, was besprochen und was zugesagt wurde. Wenn später Auflagen kommen, ist das der Abgleich.
Sie selbst sollten dabei sein, weil Sie Ihren Betrieb kennen. Und jemand aus dem Betrieb, der die Technik erklären kann.
Was danach kommt
Meist ein Bericht mit Empfehlungen, manchmal mit Auflagen und Fristen. Und gelegentlich mit Punkten, die missverstanden wurden.
Prüfen Sie den Bericht, bevor Sie ihn abheften. Wenn dort etwas steht, das nicht stimmt, sollte es korrigiert werden, denn es bleibt in der Akte und wirkt bei der nächsten Erneuerung.
Zu den Auflagen
Nehmen Sie sie ernst, auch die, die lästig erscheinen. Eine nicht erfüllte Auflage ist im Schadenfall ein Angriffspunkt.
Wenn eine Auflage nicht umsetzbar oder unverhältnismäßig ist, sagen Sie es uns. Vieles ist verhandelbar: die Frist, der Umfang, gelegentlich die Maßnahme selbst, wenn es eine gleichwertige Alternative gibt.
Was nicht funktioniert, ist stillschweigend nichts zu tun und zu hoffen, dass es niemandem auffällt. Genau das fällt nach einem Schaden auf.
- Rundgang mit Blick auf die typischen Punkte
- Prüfnachweise: was liegt vor, was ist abgelaufen
- Unterlagen, die bereitliegen sollten
- Was sich vorher noch abstellen lässt
- Was baulich gegeben ist und erklärt werden muss
- Wer aus Ihrem Betrieb beim Termin dabei sein sollte
Was Betriebe uns dazu fragen
Müssen wir eine Besichtigung zulassen?
In vielen gewerblichen Verträgen ist ein Besichtigungsrecht vereinbart, und bei größeren Risiken ist die Besichtigung häufig Voraussetzung für die Annahme.
Unabhängig davon: Es lohnt sich, sie zuzulassen. Ein Betrieb, den ein Versicherer gesehen hat, wird besser bewertet als einer, den er nur aus Formularen kennt. Besonders wenn Sie in den Schutz investiert haben, sieht man das nur vor Ort.
Kommen Sie wirklich vorher in den Betrieb?
Ja, und das gehört bei uns zum Ablauf. Wir gehen mit Ihnen durch und sehen den Betrieb mit den Augen des Besichtigers.
Der Sinn ist nicht, etwas zu verbergen. Der Sinn ist, Punkte abzustellen, die ohnehin abgestellt gehören, solange dafür noch Zeit ist. Eine offene Brandschutztür kostet nichts, wenn man sie eine Woche vorher bemerkt, und Prämie, wenn sie im Bericht steht.
Was passiert, wenn etwas beanstandet wird?
Das ist der Normalfall. Kaum ein Bericht kommt ohne Empfehlungen zurück, und die meisten Punkte sind mit überschaubarem Aufwand zu erledigen.
Kritisch wird es erst, wenn Auflagen mit Frist kommen und nichts passiert. Wir gehen den Bericht mit Ihnen durch, priorisieren und sagen Ihnen, was verhandelbar ist und was nicht.
Der Bericht enthält Punkte, die nicht stimmen.
Dann sollten Sie widersprechen, und zwar zeitnah. Ein Bericht bleibt in der Akte und wirkt bei jeder Erneuerung, auch nach Jahren.
Das ist einer der Gründe, warum wir beim Termin mitschreiben. Wenn wir belegen können, was tatsächlich besprochen wurde, lässt sich eine Korrektur meist unkompliziert erreichen.
Eine Auflage ist für uns nicht umsetzbar.
Dann sprechen Sie es an, statt es auszusitzen. Vieles ist verhandelbar: die Frist, der Umfang, gelegentlich die Maßnahme selbst, wenn es eine gleichwertige Alternative gibt.
Was nicht funktioniert, ist stillschweigend nichts zu tun. Eine nicht erfüllte Auflage ist nach einem Schaden ein Angriffspunkt, und dann ist die Diskussion ungleich schwieriger.
Kann eine Besichtigung uns auch nutzen?
Häufig ja, und das wird unterschätzt. Wer in Brandschutz, Sicherung oder Technik investiert hat, kann das über ein Formular kaum darstellen.
Vor Ort sieht der Besichtiger es. Wir haben Betriebe erlebt, bei denen sich die Bewertung nach einer Besichtigung verbessert hat, weil der Aufwand sichtbar wurde, den vorher niemand kannte.
Steht ein Termin an?
Rufen Sie an, dann kommen wir vorher vorbei. Kostenlos und unverbindlich.