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Was kostet eine betriebliche Krankenversicherung?

Je nach Budget zwischen etwa 20 und 60 Euro pro Mitarbeiter und Monat. Die wichtigere Frage ist aber eine andere: Wie schnell zahlt der Versicherer aus?

Was Sie einplanen sollten

Die betriebliche Krankenversicherung funktioniert meist über ein Jahresbudget: Der Mitarbeiter kann bis zu einem festgelegten Betrag Leistungen abrufen, für die die gesetzliche Kasse nicht oder nur teilweise aufkommt.

Der Beitrag richtet sich nach der Höhe dieses Budgets und danach, welche Bereiche eingeschlossen sind.

Typische Größenordnungen

  • Budget 300 Euro im Jahr: etwa 15 bis 25 Euro pro Mitarbeiter und Monat
  • Budget 600 Euro: etwa 25 bis 40 Euro
  • Budget 900 bis 1.200 Euro: etwa 40 bis 60 Euro

Das sind Erfahrungswerte für Belegschaften ab einer Handvoll Mitarbeitern. Bei größeren Gruppen wird es je Kopf günstiger, weil das Risiko besser verteilt ist.

Rechnen Sie für einen Betrieb mit zwanzig Mitarbeitern und mittlerem Budget also mit etwa 7.000 bis 9.000 Euro im Jahr.

Was den Preis sonst beeinflusst

  • Wie viele teilnehmen. Verträge für die gesamte Belegschaft sind je Kopf günstiger als für ausgewählte Gruppen
  • Ob eine Gesundheitsprüfung entfällt. Bei Kollektivverträgen ab einer bestimmten Gruppengröße ist das üblich und ein erheblicher Vorteil
  • Welche Bereiche eingeschlossen sind, etwa Zahn, Sehhilfen, Vorsorge, Heilpraktiker, stationäre Zusatzleistungen
  • Und die Altersstruktur, die je nach Modell einfließt
Die Zahl, die im Wettbewerb um Personal zählt Eine Gehaltserhöhung von 50 Euro brutto kommt beim Mitarbeiter mit etwa der Hälfte an, und im nächsten Jahr ist sie selbstverständlich. Ein Budget von 600 Euro im Jahr ist dagegen etwas, das man merkt: eine neue Brille, eine Zahnbehandlung, eine Vorsorgeuntersuchung, die sonst selbst zu zahlen wäre. Bei den Kosten liegt beides in einer ähnlichen Größenordnung. In der Wahrnehmung nicht. Die steuerliche Behandlung hängt von der Gestaltung ab und war in den letzten Jahren mehrfach Gegenstand der Rechtsprechung. Wir klären das im Einzelfall mit Ihrem Steuerberater, bevor etwas eingerichtet wird.

Worauf wir bei der Auswahl achten

Und das ist der Punkt, an dem sich die Anbieter tatsächlich unterscheiden. Nicht beim Beitrag, sondern bei etwas, das in keinem Tarifvergleich steht.

Wie schnell wird ausgezahlt

Bei einer bKV geht der Mitarbeiter in Vorleistung. Er zahlt die Brille, reicht die Rechnung ein und wartet auf Erstattung.

Es gibt Versicherer, die innerhalb von 48 Stunden auszahlen. Und es gibt welche, bei denen es vier bis zwölf Wochen dauert.

Der Unterschied entscheidet darüber, ob Ihre Investition wirkt oder sich gegen Sie richtet. Wer drei Monate auf sein Geld wartet, erzählt das im Betrieb, und dann steht nicht der Versicherer schlecht da, sondern Sie.

Wir prüfen deshalb bei jedem Anbieter, wie die Regulierung tatsächlich läuft, und nicht nur, was im Prospekt steht. Das ist für uns ein Ausschlusskriterium.

Und wie einfach das Einreichen ist

Eine App, in der man die Rechnung abfotografiert, wird genutzt. Ein Formular, das ausgedruckt und eingeschickt werden muss, wird es nicht.

Bei einer Leistung, die von der Nutzung lebt, ist das kein Detail. Eine bKV, die niemand abruft, ist Geld, das Sie ohne Wirkung ausgeben.

Was wir zusätzlich machen Weil ein Vertrag allein noch keinen Effekt hat.
  • Wir kommen in Ihren Betrieb. Unsere Spezialisten halten einen Vortrag vor der Belegschaft und erklären, was die bKV kann und wie sie genutzt wird
  • Jeder bekommt eine Karte mit Ihrem Firmenlogo, im Scheckkartenformat für das Portemonnaie
  • Und wir bleiben ansprechbar, auch für Ihre Mitarbeiter direkt, wenn bei einer Erstattung etwas hakt
Die Karte ist dabei mehr als ein Ausweis. Wenn jemand beim Optiker steht und sie vorzeigt, ist in dem Moment sichtbar, wer diese Leistung bezahlt. Genau darum geht es. Eine Leistung, die niemand mit dem Arbeitgeber verbindet, bindet auch niemanden.

Warum wir das so machen

Es wäre einfacher, den Vertrag zu vermitteln und weiterzuziehen. Der Beitrag fließt dann monatlich, und was daraus wird, ist nicht mehr unser Problem.

Nur funktioniert es so nicht.

Wir haben genug Betriebe gesehen, die eine bKV eingerichtet haben und ein Jahr später feststellten, dass kaum jemand sie nutzt. Nicht weil sie schlecht war, sondern weil niemand wusste, was drin ist und wie man drankommt.

Das ist doppelt ärgerlich: Der Arbeitgeber zahlt, und die Wirkung bleibt aus.

Was gute Mitarbeiter heute kostet

Sie wissen selbst, wie schwer es geworden ist, Fachkräfte zu finden und zu halten. Eine unbesetzte Stelle kostet über Monate ein Vielfaches dessen, was eine bKV für die gesamte Belegschaft kostet.

Deshalb ist der entscheidende Maßstab nicht der Beitrag, sondern ob die Leistung bei den Menschen ankommt, für die sie gedacht ist.

Und das ist Arbeit, die nach dem Vertragsabschluss beginnt, nicht davor.

Wie ein Angebot entsteht

Wir brauchen wenige Angaben: Mitarbeiterzahl, ungefähre Altersstruktur und eine Vorstellung davon, welches Budget für Sie darstellbar ist.

Daraus rechnen wir mehrere Varianten und zeigen Ihnen, was ein höheres Budget zusätzlich kostet. Häufig ist der Sprung kleiner als erwartet, weil ein Teil des Beitrags von der reinen Vertragsverwaltung stammt.

Und wir sagen Ihnen, welche Anbieter wir nicht empfehlen, auch wenn sie günstiger sind. Mit Begründung.

Was wir vorab klären
  • Wie viele Mitarbeiter, und sollen alle teilnehmen?
  • Welches Budget ist darstellbar?
  • Welche Leistungsbereiche sind Ihnen wichtig?
  • Entfällt die Gesundheitsprüfung bei Ihrer Gruppengröße?
  • Wie schnell reguliert der jeweilige Anbieter?
  • Wie einfach ist das Einreichen für Ihre Leute?
  • Wie wird das steuerlich behandelt?
  • Was passiert bei Eintritten und Austritten?
Punkt vier ist der wirtschaftlich wichtigste. Wenn die Gesundheitsprüfung entfällt, sind auch Mitarbeiter mit Vorerkrankungen dabei, und genau die profitieren am meisten. Punkt sieben besprechen wir mit Ihrem Steuerberater, nicht ohne ihn. Die Behandlung hängt von der Gestaltung ab und hat sich in den vergangenen Jahren mehrfach verändert.
Häufige Fragen

Was Arbeitgeber uns fragen

Was kostet eine bKV pro Mitarbeiter?

Je nach Budget etwa 15 bis 60 Euro im Monat. Bei einem Jahresbudget von 300 Euro liegen Sie meist zwischen 15 und 25 Euro, bei 900 bis 1.200 Euro zwischen 40 und 60 Euro.

Bei größeren Gruppen wird es je Kopf günstiger. Für einen Betrieb mit zwanzig Mitarbeitern und mittlerem Budget sollten Sie mit etwa 7.000 bis 9.000 Euro im Jahr rechnen.

Woran erkennt man einen guten Anbieter?

An der Regulierungsgeschwindigkeit. Es gibt Versicherer, die innerhalb von 48 Stunden auszahlen, und solche, bei denen es vier bis zwölf Wochen dauert.

Das ist bei einer bKV entscheidend, weil der Mitarbeiter in Vorleistung geht. Wer lange auf sein Geld wartet, erzählt das im Betrieb, und der Ärger richtet sich nicht gegen den Versicherer, sondern gegen den Arbeitgeber.

Wie stellen wir sicher, dass die Leistung genutzt wird?

Indem jemand sie erklärt. Wir kommen dafür in Ihren Betrieb und halten einen Vortrag vor der Belegschaft: was drin ist, wie man einreicht, was sich lohnt.

Zusätzlich bekommt jeder Mitarbeiter eine Karte mit Ihrem Firmenlogo. Wer sie beim Optiker oder Zahnarzt vorzeigt, sieht in diesem Moment, wer die Leistung bezahlt. Genau darum geht es bei der Bindungswirkung.

Müssen alle Mitarbeiter teilnehmen?

Nicht zwingend, aber es ist meist günstiger und arbeitsrechtlich einfacher. Verträge für die gesamte Belegschaft sind je Kopf preiswerter, weil das Risiko besser verteilt ist.

Wenn Sie Gruppen bilden möchten, etwa nach Betriebszugehörigkeit, sollte das nach sachlichen Kriterien geschehen. Wir stimmen die Abgrenzung mit Ihnen ab.

Gibt es eine Gesundheitsprüfung?

Bei Kollektivverträgen ab einer bestimmten Gruppengröße entfällt sie in der Regel. Das ist der wirtschaftlich wichtigste Vorteil einer bKV gegenüber privaten Zusatzversicherungen.

Denn dadurch sind auch Mitarbeiter mit Vorerkrankungen dabei, die sich privat gar nicht oder nur mit Zuschlägen versichern könnten. Genau die profitieren am meisten.

Was passiert, wenn jemand das Unternehmen verlässt?

Der Schutz endet mit dem Ausscheiden. Viele Anbieter räumen aber ein Recht auf Fortführung als Privatvertrag ein, häufig ohne erneute Gesundheitsprüfung.

Das ist ein Punkt, den wir bei der Auswahl mitprüfen. Für den Mitarbeiter ist es ein echter Vorteil, und für Sie ein Argument, das im Bewerbungsgespräch zählt.

Wie wird das steuerlich behandelt?

Das hängt von der Gestaltung ab und war in den letzten Jahren mehrfach Gegenstand der Rechtsprechung. Deshalb geben wir dazu keine pauschale Auskunft.

Wir klären es vor der Einrichtung gemeinsam mit Ihrem Steuerberater, damit die Behandlung von Anfang an sauber ist. Nachträglich zu korrigieren ist deutlich aufwendiger.

Wie viele Mitarbeiter haben Sie?

Mit dieser einen Zahl rechnen wir Ihnen mehrere Varianten durch.