Rechner: Deckungssumme für die Cyberversicherung
Nicht über eine Faustformel auf den Umsatz, sondern aus den Kostenblöcken, die ein Vorfall tatsächlich auslöst. Ihre Zahlen bleiben auf Ihrem Gerät.
Warum keine Faustformel
Üblich sind Empfehlungen, die sich am Umsatz orientieren. Das ist bequem und fachlich schwach.
Der Cyberschaden hängt nicht am Umsatz, sondern an drei anderen Größen: wie lange Sie ausfallen, wie viele personenbezogene Daten Sie verarbeiten, und ob über Sie auch Dritte betroffen sind.
Zwei Betriebe mit identischem Umsatz können deshalb sehr unterschiedliche Summen brauchen.
Der Block, der die meisten überrascht
Die Benachrichtigungs- und Rechtskosten. Wer personenbezogene Daten verloren hat, muss unter Umständen jeden Betroffenen informieren und die Aufsichtsbehörde einbeziehen.
Bei fünfstelligen Datenbeständen entsteht daraus ein eigener Kostenblock, bevor überhaupt jemand Schadenersatz fordert.
Hinzu kommen Rechtsberatung, Krisenkommunikation und häufig ein Angebot zur Identitätsüberwachung für Betroffene.
Der Block, den man beeinflussen kann
Der Ertragsausfall, und zwar über die Ausfalldauer. Sie ist die einzige Größe im Rechner, die Sie selbst verändern können.
Wer getestete Backups hat, die vom Netz getrennt sind, verkürzt einen Vorfall von Wochen auf Tage. Das senkt nicht nur den Schaden, sondern auch Ihren Beitrag, weil Versicherer genau danach fragen.
Mehr unter Cyberversicherung und Cyberangriff: was tun.
Was der Rechner nicht kann
Er kennt Ihre Bedingungen nicht. Viele Cyberpolicen arbeiten mit Sublimits, also eigenen Höchstgrenzen für einzelne Bausteine unterhalb der Deckungssumme.
Eine Police über zwei Millionen mit einem Sublimit von 100.000 für Betriebsunterbrechung ist etwas ganz anderes als eine über zwei Millionen ohne Begrenzung. Das lässt sich nur im Vertrag prüfen.