Gruppenunfallversicherung für Ihre Mitarbeiter
Die gesetzliche Unfallversicherung greift nur bei der Arbeit und auf dem Weg dorthin. Die meisten Unfälle passieren aber woanders. Genau diese Lücke schließt eine Gruppenpolice, und sie kostet weniger, als die meisten denken.
Die Lücke, die kaum jemand kennt
Ihre Mitarbeiter sind über die Berufsgenossenschaft gesetzlich unfallversichert. Das gilt aber nur für zwei Situationen:
- Unfälle bei der Arbeit
- Unfälle auf dem direkten Weg zur Arbeit und zurück
Alles andere ist nicht abgedeckt. Der Sturz von der Leiter im eigenen Garten. Der Skiunfall im Urlaub. Der Sturz auf der Treppe zu Hause. Der Verkehrsunfall am Wochenende. Der Unfall beim Sport.
Statistisch passiert die deutliche Mehrheit aller Unfälle in der Freizeit, nicht am Arbeitsplatz. Für diese Fälle ist Ihr Mitarbeiter auf seine private Absicherung angewiesen. Und viele haben keine.
Was das für Ihren Betrieb bedeutet
Wenn ein Facharbeiter nach einem privaten Unfall dauerhaft eingeschränkt ist, betrifft das nicht nur ihn. Sie verlieren jemanden, den Sie eingearbeitet haben und der schwer zu ersetzen ist.
Eine Gruppenunfallversicherung ändert daran nichts medizinisch. Aber sie sorgt dafür, dass der Mitarbeiter finanziell nicht abstürzt. Und sie zeigt ihm, dass Ihnen nicht egal ist, was außerhalb der Arbeitszeit mit ihm passiert.
Das ist die eigentliche Wirkung dieses Bausteins. Er ist ein Signal, und er kostet im Verhältnis dazu erstaunlich wenig.
- Zu Hause und im Garten
- Beim Sport und in der Freizeit
- Im Urlaub
- Bei privaten Erledigungen unterwegs
- Auf Umwegen, die nichts mit der Arbeit zu tun haben
- Im Homeoffice außerhalb der eigentlichen Tätigkeit
Was eine Gruppenunfallversicherung zahlt
Die Bausteine lassen sich zusammenstellen. Welche sinnvoll sind, hängt von Ihrer Belegschaft und Ihrem Budget ab.
Zwei Punkte, die den Unterschied machen
Bei der Unfallversicherung entscheiden zwei Dinge über den Wert der Police. Beide stehen im Kleingedruckten.
Die Gliedertaxe
Sie legt fest, wie viel Prozent Invalidität für den Verlust oder die Beeinträchtigung eines Körperteils angesetzt werden. Ein Beispiel: Was ist ein Daumen wert, was ein Auge, was ein Bein?
Diese Tabellen unterscheiden sich zwischen Versicherern erheblich. Wer eine großzügige Gliedertaxe hat, bekommt bei gleichem Unfall deutlich mehr. Das ist der wichtigste Vergleichspunkt und er taucht in keinem Preisvergleich auf.
Die Progression
Sie sorgt dafür, dass die Leistung bei schweren Fällen überproportional steigt. Ohne Progression bekommt jemand mit 50 Prozent Invalidität die Hälfte der Versicherungssumme. Mit Progression deutlich mehr.
Das ist sinnvoll, weil leichte Beeinträchtigungen meist verkraftbar sind, schwere dagegen das ganze Leben verändern. Die Absicherung sollte dort stark sein, wo es wirklich weh tut.
Was daraus folgt
Zwei Angebote mit derselben Versicherungssumme können im Ernstfall völlig unterschiedlich viel zahlen. Der Preisunterschied zwischen ihnen ist dagegen oft gering. Genau deshalb lohnt es sich hier, die Bedingungen zu vergleichen statt der Beiträge.
Wie sich das gestalten lässt
Es gibt mehrere Wege, eine Gruppenunfallversicherung aufzusetzen. Welcher passt, hängt davon ab, was Sie erreichen wollen.
Für die ganze Belegschaft
Alle Mitarbeiter sind versichert, meist mit einer einheitlichen Summe. Einfach zu verwalten und ein klares Signal an alle.
Nach Gruppen gestaffelt
Unterschiedliche Summen für unterschiedliche Gruppen, etwa nach Funktion oder Betriebszugehörigkeit. Die Abgrenzung muss sachlich nachvollziehbar sein und darf niemanden unzulässig benachteiligen.
Nur beruflich oder rund um die Uhr
Manche Betriebe versichern nur die berufliche Tätigkeit. Das ist günstiger, aber der eigentliche Nutzen liegt gerade in der Freizeitdeckung, weil dort die gesetzliche Absicherung fehlt.
Als Zusatz für Schlüsselpersonen
Für einzelne Menschen, ohne die der Betrieb Probleme bekäme, lässt sich eine höhere Summe vereinbaren. Das ist etwas anderes als ein Benefit für die Belegschaft und dient dem Schutz des Unternehmens.
- Ein Benefit, der wenig kostet und viel aussagt
- Wirkung auf die gesamte Familie, nicht nur auf den Mitarbeiter
- Schneller eingerichtet als andere Bausteine
- Geringer Verwaltungsaufwand
- Ein Argument, das im Bewerbungsgespräch selten fällt und deshalb auffällt
Was Arbeitgeber uns dazu fragen
Sind unsere Mitarbeiter nicht schon über die Berufsgenossenschaft versichert?
Ja, aber nur bei der Arbeit und auf dem direkten Weg dorthin und zurück. Alles andere ist nicht abgedeckt.
Der Sturz im eigenen Haushalt, der Unfall beim Sport, der Skiunfall im Urlaub: In diesen Fällen greift die gesetzliche Unfallversicherung nicht. Und statistisch passiert die Mehrheit aller Unfälle genau dort.
Was kostet eine Gruppenunfallversicherung?
Das hängt von der Versicherungssumme, den eingeschlossenen Bausteinen und der Tätigkeit ab. Ein Büromitarbeiter ist günstiger zu versichern als jemand, der auf dem Dach arbeitet.
Verglichen mit anderen Benefits ist dieser Baustein aber vergleichsweise günstig, weil sich das Risiko über die Gruppe verteilt. Deshalb ist es oft der Einstieg, wenn ein Betrieb schnell etwas anbieten möchte.
Was ist eine Gliedertaxe?
Eine Tabelle, die festlegt, welcher Grad an Invalidität für die Einschränkung oder den Verlust eines Körperteils angesetzt wird. Danach richtet sich die Höhe der Leistung.
Diese Tabellen unterscheiden sich zwischen Versicherern deutlich. Bei demselben Unfall kann die eine Police erheblich mehr zahlen als die andere, obwohl die Versicherungssumme gleich ist. Das ist der wichtigste Vergleichspunkt und der Grund, warum ein reiner Preisvergleich hier wenig aussagt.
Müssen alle Mitarbeiter versichert werden?
Nicht zwingend, aber es vereinfacht vieles. Versicherer verlangen bei Gruppenverträgen in der Regel, dass die gesamte Belegschaft oder eine klar abgegrenzte Gruppe teilnimmt.
Eine Staffelung nach Funktion oder Betriebszugehörigkeit ist möglich, sollte aber sachlich begründet und schriftlich festgehalten sein.
Gilt der Schutz auch im Ausland und im Urlaub?
In der Regel ja, private Unfallversicherungen gelten meist weltweit und rund um die Uhr. Das ist einer der wesentlichen Unterschiede zur gesetzlichen Absicherung.
Prüfen sollte man allerdings, wie bestimmte Sportarten behandelt werden. Manche Verträge schließen besonders riskante Aktivitäten aus oder versichern sie nur gegen Aufpreis.
Was passiert, wenn ein Mitarbeiter geht?
Der Schutz endet mit dem Ausscheiden. Viele Anbieter ermöglichen aber die private Fortführung, oft zu ähnlichen Konditionen und ohne neue Prüfung.
Das ist ein Punkt, den man bei der Auswahl beachten sollte, weil er den Benefit für den Mitarbeiter aufwertet.
Lohnt sich das für einen kleinen Betrieb?
Ja, und häufig gerade dort. In einem Betrieb mit zwölf Mitarbeitern ist jeder Ausfall spürbar, und ein Benefit fällt stärker auf als in einem großen Unternehmen.
Die meisten Anbieter versichern Gruppen ab einer überschaubaren Zahl von Personen. Was in Ihrem Fall möglich ist, klären wir im Erstgespräch.
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