Versicherungsmakler für Bad Segeberg und den Kreis
Im Kreis Segeberg wachsen viele Betriebe seit Jahren. Ihre Verträge meist nicht. Das fällt niemandem auf, solange nichts passiert, und trifft dann jeden Schaden, nicht nur den großen.
Das Problem der Wachstumsregion
Der Kreis Segeberg liegt zwischen Hamburg und Neumünster, und das prägt die Wirtschaft. Norderstedt, Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg und die kleineren Orte entlang der A7 sind seit Jahren gewachsen. Handwerk, Handel, Logistik, Dienstleistung, produzierendes Gewerbe.
Wachstum passiert dabei selten in einem Sprung. Es passiert in kleinen Schritten, über Jahre, ohne dass es einen Tag gibt, an dem jemand sagt: So, jetzt sind wir anders aufgestellt.
Und genau das ist das Problem.
Wie eine Unterversicherung entsteht
Der Vertrag wurde vor zwölf Jahren abgeschlossen. Damals waren es acht Mitarbeiter und eine Halle. Heute sind es zweiundzwanzig, es gibt einen Anbau, zwei zusätzliche Maschinen und deutlich mehr Ware im Lager.
Die Versicherungssumme ist dieselbe geblieben.
Und jetzt kommt der Teil, den die meisten nicht wissen: Eine Unterversicherung wirkt nicht erst beim Totalschaden. Sie wirkt bei jedem Schaden.
Wer dreißig Prozent zu niedrig versichert ist, bekommt auch bei einem Schaden über zwanzigtausend Euro dreißig Prozent weniger. Das ist keine Strafe, sondern die Logik des Vertrags: Sie haben Beitrag für weniger Wert gezahlt, also gibt es anteilig weniger.
Was dagegen hilft
Zwei Dinge. Erstens die Summen anpassen, und zwar an den heutigen Zustand, nicht an den von damals.
Zweitens einen Unterversicherungsverzicht vereinbaren. Damit verzichtet der Versicherer darauf, den Einwand zu erheben, solange bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind, etwa eine Summenermittlung nach einem festgelegten Verfahren. Das ist nicht überall möglich, aber häufiger, als man denkt.
Sieben Punkte, die mitwachsen müssen
Nicht nur die Summe in der Sachversicherung. Diese Dinge verändern sich mit, ohne dass jemand daran denkt.
Ein typischer Fall
Ein Handwerksbetrieb im Kreis Segeberg, gegründet vor zwanzig Jahren. Damals drei Leute, heute achtzehn. Die Halle wurde zweimal erweitert, der Maschinenpark mehrfach ergänzt.
Die Sachversicherung stammt aus der Gründungszeit, mit zwei Erhöhungen, die aber beide älter als zehn Jahre sind.
Ein Leitungswasserschaden im Lager beschädigt Material und Elektrik. Der Schaden wird auf achtzigtausend Euro beziffert.
Der Regulierer stellt fest, dass die Versicherungssumme rund vierzig Prozent unter dem tatsächlichen Wert liegt. Entschädigt werden entsprechend rund achtundvierzigtausend.
Die Differenz von zweiunddreißigtausend Euro trägt der Betrieb selbst. Nicht weil er etwas falsch gemacht hätte, sondern weil zwölf Jahre lang niemand nachgerechnet hat.
Dieses Beispiel beschreibt eine typische Konstellation und keinen konkreten Mandanten.
Was uns aus dem Kreis gefragt wird
Woran merke ich, ob ich unterversichert bin?
Der einfachste Test: Nehmen Sie die Versicherungssumme aus Ihrer Police und vergleichen Sie sie mit dem, was heute tatsächlich im Betrieb ist.
Wenn Sie seit dem Abschluss gewachsen sind, investiert oder angebaut haben und die Summe nie angepasst wurde, ist eine Unterversicherung wahrscheinlich. Sie können uns die Police schicken, wir sagen Ihnen, wie es aussieht. Das kostet nichts.
Was ist ein Unterversicherungsverzicht?
Eine Vereinbarung, mit der der Versicherer darauf verzichtet, den Einwand der Unterversicherung zu erheben, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.
Meist ist das eine Summenermittlung nach einem festgelegten Verfahren, etwa nach Quadratmetern oder anhand einer Wertermittlung. Nicht jeder Versicherer bietet das, und nicht für jede Betriebsart. Wo es möglich ist, ist es einer der sinnvollsten Punkte im ganzen Vertrag.
Wir haben angebaut. Müssen wir das melden?
Ja, und zwar am besten vor Baubeginn. Während der Bauphase gelten eigene Regeln, danach steigt der Gebäudewert und die Summe muss angepasst werden.
Wenn ein Anbau nicht gemeldet wurde, ist er im Zweifel nicht versichert, und die Unterversicherung trifft dann das gesamte Gebäude. Mehr dazu unter Bauleistung und Montage.
Lohnt sich ein Wechsel nach so langer Zeit überhaupt?
Nach zwölf oder fünfzehn Jahren fast immer, und zwar weniger wegen des Beitrags als wegen der Bedingungen.
Klauselwerke von damals kennen viele Dinge nicht, die heute selbstverständlich sind: erweiterte Einschlüsse, höhere Entschädigungsgrenzen, bessere Regelungen bei grober Fahrlässigkeit. Wir stellen Ihnen das gegenüber, dann sehen Sie den Unterschied schwarz auf weiß.
Sie sitzen in Neumünster. Betreuen Sie auch Norderstedt?
Ja, den ganzen Kreis und darüber hinaus. Von Neumünster aus ist man über die A7 schnell in Kaltenkirchen, Henstedt-Ulzburg oder Norderstedt.
Wir betreuen Mandate bundesweit, aber der Kreis Segeberg ist praktisch unsere Nachbarschaft. Näher als viele Hamburger Makler, die zwar eine Adresse in der Stadt haben, für den Weg raus aber genauso lange brauchen.
Wann wurden Ihre Summen zuletzt angepasst?
Wir rechnen nach und sagen Ihnen, ob eine Lücke besteht. Kostenlos und unverbindlich.