Versicherung für die Verpackungsindustrie
Ihr Lager ist Brandlast in Reinform. Und wenn eine Verpackung versagt, ist nicht sie der Schaden, sondern das, was darin war.
Das Brandrisiko ist Ihr Grundproblem
Papier, Karton, Folie, Granulat. Alles brennt, alles liegt in großen Mengen, und in einem Hochregallager liegt es dicht und hoch.
Für Versicherer ist das eine der anspruchsvollsten Konstellationen überhaupt, weil ein Brand in einem Papierlager schnell eine Größenordnung erreicht, die nicht mehr zu halten ist.
Deshalb entscheidet bei Ihnen der Brandschutz über die Prämie, und zwar stärker als in fast jeder anderen Branche.
Worauf es dabei ankommt
- Sprinklerung und ihre Auslegung, besonders im Hochregal
- Brandabschnitte zwischen Produktion, Lager und Versand
- Trennung des Fertigwarenlagers vom Rohstofflager
- Ordnung und Freihaltung von Flächen, die freibleiben sollen
- Regelungen für Heißarbeiten und deren Dokumentation
Wer hier investiert hat, sollte das aufbereitet darstellen. Es ist der Unterschied zwischen einem tragbaren und einem kaum darstellbaren Beitrag.
Und das eigentliche Existenzrisiko
Nicht das abgebrannte Lager. Sondern die Zeit danach.
Eine Wellpappenanlage, ein Extruder oder eine Druckmaschine sind Großanlagen mit Lieferzeiten, die in vielen Monaten gerechnet werden, teils über ein Jahr.
Wenn Ihre Haftzeit endet, bevor die Anlage läuft, endet die Entschädigung, während Ihr Betrieb weiterhin nicht produziert.
Rechnen Sie deshalb konkret: Wie lange dauert Ersatz Ihrer Hauptanlage, von der Schadenfeststellung bis zur Freigabe der Qualität durch Ihre Kunden? Diese Zahl ist Ihre Haftzeit, nicht der Standardwert.
Was in Ihre Police gehört
Wenn Sie für Lebensmittel produzieren
Dann kommt ein Risiko hinzu, das andere Verpackungshersteller nicht haben.
Materialien mit Lebensmittelkontakt müssen so beschaffen sein, dass keine Stoffe in unzulässiger Menge auf das Produkt übergehen. Wenn dabei etwas nicht stimmt, ist die Ware Ihres Kunden nicht mehr verkehrsfähig, auch wenn sie technisch einwandfrei aussieht.
Und dann folgt das, was in dieser Branche am teuersten ist: ein Rückruf beim Abnehmer, öffentlich, chargenweit, mit allem, was dazugehört.
Was Ihre Position bestimmt
Die Konformitätserklärungen und die Rückverfolgbarkeit. Welche Rohstoffcharge, welche Rezeptur, welche Prüfungen, wohin geliefert.
Wer eingrenzen kann, welche Lieferungen betroffen sind, begrenzt einen Rückruf erheblich. Wer es nicht kann, trägt einen pauschalen.
Lassen Sie sich außerdem die Unterlagen Ihrer Vorlieferanten geben und archivieren Sie sie. Wenn der Fehler im zugelieferten Material lag, brauchen Sie den Nachweis, welche Charge Sie verwendet haben.
Und die Werkzeuge Ihrer Kunden
Stanzformen, Druckplatten und Klischees gehören häufig dem Auftraggeber und stehen dennoch bei Ihnen, oft über Jahre.
Das ist fremdes Eigentum in Obhut, und im Grundvertrag regelmäßig ausgeschlossen. Bei einem Brand geht dabei nicht nur ein Wert verloren, sondern die Produktionsfähigkeit Ihres Kunden, bis Ersatz beschafft ist.
Prüfen Sie deshalb die Summe für Obhut gesondert. Bei einem Verpackungswerk mit vielen Kunden summiert sich das schnell.
- Wie lange dauert Ersatz Ihrer Hauptanlage, realistisch gerechnet?
- Passt die Haftzeit dazu?
- Bildet die Sachsumme heutige Wiederbeschaffungskosten ab?
- Ist die Produkthaftung am Warenwert Ihrer Kunden bemessen?
- Sind Rückrufkosten des Abnehmers erfasst?
- Wie behandelt die Police Serienschäden?
- Sind Kundenwerkzeuge in Obhut abgesichert?
- Wie ist der Brandschutz dokumentiert?
Was Verpackungsbetriebe uns fragen
Warum ist unser Beitrag so hoch?
Wegen der Brandlast. Papier, Karton, Folie und Granulat in großen Mengen und dichter Lagerung gehören zu den anspruchsvollsten Risiken überhaupt.
Der Hebel liegt deshalb nicht im Verhandeln, sondern im Schutzkonzept: Sprinklerung, Brandabschnitte, Trennung von Roh- und Fertigwarenlager, Regelungen für Heißarbeiten. Wer investiert hat, sollte das aufbereitet darstellen.
Eine Verpackung hat versagt, die Ware unseres Kunden ist verdorben.
Dann bemisst sich der Schaden am Produkt Ihres Kunden, nicht an Ihrer Verpackung. Das ist erweiterte Produkthaftpflicht.
Und es betrifft selten eine Einheit: Eine Rolle oder eine Charge ergibt tausende Verpackungen, verteilt über eine ganze Produktionsserie. Die Summe sollte am Warenwert Ihrer größten Kunden bemessen sein.
Wie lang sollte die Haftzeit sein?
An der realen Wiederbeschaffung Ihrer Hauptanlage. Wellpappenanlagen, Extruder und große Druckwerke haben Lieferzeiten von vielen Monaten, teils über einem Jahr.
Rechnen Sie die ganze Kette einschließlich Montage, Inbetriebnahme und Freigabe der Qualität durch Ihre Kunden. Zwölf Monate reichen in dieser Branche regelmäßig nicht.
Wir produzieren für Lebensmittelkunden.
Dann ist die Konformität der Materialien ein eigenes Risiko. Gehen Stoffe in unzulässiger Menge auf das Produkt über, ist die Ware Ihres Kunden nicht mehr verkehrsfähig, auch wenn sie einwandfrei aussieht.
Die Folge ist ein Rückruf beim Abnehmer, und der ist in dieser Branche der teuerste Fall. Achten Sie auf lückenlose Konformitätsunterlagen, auch von Ihren Vorlieferanten, und auf Rückverfolgbarkeit bis zur Rohstoffcharge.
Bei uns stehen Werkzeuge unserer Kunden.
Stanzformen, Druckplatten und Klischees sind fremdes Eigentum in Ihrer Obhut, und das ist im Grundvertrag regelmäßig ausgeschlossen.
Prüfen Sie die Summe gesondert. Bei einem Brand geht nicht nur der Wert verloren, sondern die Produktionsfähigkeit Ihrer Kunden, bis Ersatz beschafft ist. Das kann Ansprüche auslösen, die über den Werkzeugwert hinausgehen.
Unsere Versicherungssumme stammt aus einer früheren Zeit.
Dann sollte sie überprüft werden. Anlagen- und Baukosten sind in den letzten Jahren erheblich gestiegen, und auch Rohstoffpreise schwanken deutlich.
Bei zu niedriger Summe wird im Schadenfall anteilig gekürzt, und zwar auch bei kleinen Schäden. Beim Warenlager lohnt sich außerdem eine Regelung, die saisonale Schwankungen berücksichtigt.
Wie lange dauert der Ersatz Ihrer Hauptanlage?
Diese Zahl ist Ihre Haftzeit. Wir rechnen sie mit Ihnen durch.